Wie die Vulkangruppe Deutschland schaden will
Seit Januar 2026 sorgen Brandanschläge der Vulkangruppe für Stromausfälle in Berlin. Die linksextreme Gruppierung soll seit Jahren Sabotageakte verübt haben.

Die sogenannten Vulkangruppen sollen seit 2011 in Berlin und Brandenburg aktiv sein, berichtet die «Tagesschau». Der Berliner Verfassungsschutz ordnet sie dem linksextremistischen und anarchistischen Spektrum zu.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht von losen Netzwerken aus dem Bereich des militanten Anarchismus aus. Die Namen der Gruppen wechseln und beziehen sich auf isländische Vulkane wie Grimsvötn oder Katla.
Hintergrund ist vermutlich der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull, der 2010 den Flugverkehr in Europa lahmlegte.
Mögliche Motive der Vulkangruppe
Die Sabotageakte der Vulkangruppe sollen die Infrastruktur beeinträchtigen und die öffentliche Ordnung stören, schreibt das deutsche Bundesamt für Verfassungsschutz.
Die Gruppierung will die Funktionsweise des «kapitalistischen Alltags» durchbrechen und Menschen zum Innehalten bewegen.
In Bekennerschreiben werden verschiedene Gründe genannt: Waffenexporte, Atomtransporte, steigender Energieverbrauch und globale Erwärmung. Die Angriffe richten sich vor allem gegen Unternehmen und kritische Infrastrukturen, berichtet das «Handelsblatt».
Im März 2024 zündete eine Vulkangruppe an einem grossen Strommast Feuer. Der Mast versorgte auch das Tesla-Werk in Grünheide mit Strom, weshalb die Produktion für mehrere Tage gestoppt werden musste.
Anschlag auf Berliner Stromnetz
Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen Terrorismusverdachts, schreibt die «Taz». Tatverdächtige konnten bisher nicht ermittelt werden.
Am Morgen des 3. Januar 2026 verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf Kabel des Kraftwerks Lichterfelde. Fünf Hochspannungskabel sowie zehn Mittelspannungskabel wurden irreparabel beschädigt.

Über 40'000 Haushalte und mehr als 2000 Betriebe waren ohne Strom. In einem Bekennerschreiben bezeichnete die Vulkangruppe den Anschlag als «Akt der Notwehr», so der «Tagesspiegel».
Verdacht auf Terrorismus
Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Terrorismus, berichtet die «Tagesschau». Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hatte nach dem Vorfall von Terrorismus gesprochen.
Der Verfassungsschutz stuft die Bekennerschreiben als authentisch ein. Am 7. Januar 2026 erschien ein weiteres Schreiben einer angeblichen Ursprungsgruppe von 2011.
Diese distanzierte sich laut dem «Spiegel» von den Aktionen der letzten Jahre. Die Verfasser schrieben, sie hätten sich gegen Kriegspolitik gerichtet, nicht gegen gesellschaftliche Grundversorgung.












