Gemäss der WHO ist die Impfpflicht das letzte Mittel im Kampf gegen das Coronavirus. Diese Massnahme müsse zudem immer zeitlich begrenzt sein.
Eine Frau erhält bei einer Massenimpfung in Jakarta eine Spritze mit Impfstoff gegen das Coronavirus. Foto: Dita Alangkara/AP/dpa
Eine Frau erhält bei einer Massenimpfung in Jakarta eine Spritze mit Impfstoff gegen das Coronavirus. Foto: Dita Alangkara/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Dita Alangkara

Das Wichtigste in Kürze

  • Die WHO sieht die Impfpflicht als äusserstes Mittel im Kampf gegen Corona.
  • Sie ist wenn nur Menschen nicht anders von der Impfung überzeugt werden können nötig.
  • Zudem sollte sie immer zeitlich begrenzt sein.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Impfpflicht nur als letztes Mittel. Nur, falls Menschen nicht anderweitig vom Nutzen einer Impfung überzeugt werden können.

«Wir rufen immer dazu auf, dass eine Impfpflicht klar, eindeutig und zeitlich begrenzt ist». Das sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan am Mittwoch in Genf. Solch ein Schritt müsse begleitet sein von angemessener Risikokommunikation.

Coronavirus: Vor Impfpflicht alle Massnahmen ausgeschöpft

Vor einer Impfpflicht gegen das Coronavirus müssten alle Massnahmen ausgeschöpft werden, um sicherzustellen, dass Bürgerinnen und Bürger angemessen informiert sind. Zudem müsse sichergestellt sein, dass «die Resultate einer Impfpflicht für die öffentliche Gesundheit und die Gesellschaft schwerer wiegen als die Beeinträchtigung individueller Rechte oder individueller Freiheiten».

«Wie sehen eine Impfpflicht als letztes Mittel, im Fall einer grossen Epidemie, wie wir sie in den letzten Monaten mit Delta und Omikron gesehen haben, wenn wir wissen, dass Impfungen Leben retten werden», sagte Ryan. Der Mediziner sprach allgemein über das Für und Wider einer Impfpflicht. Er bezog sich nicht auf die Debatte in Deutschland.

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