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    WHO: Corona, Krisen, Konflikte werfen die Welt um Jahre zurück

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    Die Bemühungen, weltweit mehr Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen, werden laut WHO durch Corona, Krisen und Konflikte zurückgeworfen.

    WHO Kinder
    Vor allem auf Kinder und Frauen würden sich Corona, Krisen und Konflikte negativ auswirken, erklärt die WHO. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Besonders betroffen davon sind laut der WHO Kinder und Frauen.
    • Es gebe Anzeichen für einen Anstieg der Verheiratung Minderjähriger und häuslicher Gewalt.

    Die Corona-Pandemie sowie Konflikte und Krisen haben Bemühungen, weltweit mehr Menschen zu einem besseren Leben zu verhelfen, zurückgeworfen. Besonders betroffen seien Kinder und Frauen, berichtete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag bei der Konferenz Global Health Summit in Berlin.

    Hunger und Armut seien gestiegen, und es gebe klare Anzeichen für einen Anstieg der Verheiratung Minderjähriger, häusliche Gewalt, sowie Depressionen und Angst unter Heranwachsenden, heisst es in dem WHO-Bericht. Danach waren 2021 weltweit 21 Millionen Kinder nicht ausreichend geimpft, sechs Millionen mehr als 2019, vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Das setze sie dem Risiko schwerer Krankheiten aus. In Afrika, das die WHO erst 2020 als polio-frei erklärt hatte, tauchten in diesem Jahr bereits wieder erste Fälle auf.

    Unterbrechung in Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung & Sozialleistungen

    «Obwohl Kinder und Jugendliche im Vergleich zu Erwachsenen eher seltener schwere gesundheitliche Folgen einer SARS-COV-2-Infektion erleben, werden mehrere Jahre mit einer Unterbrechung in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung und Sozialleistungen ihr Leben weiterhin beeinträchtigen», heisst es in dem Bericht.

    Im vergangenen Jahr mussten nach dem Bericht 150 Millionen mehr Menschen als 2019 Hunger leiden. In den ärmsten Ländern stieg der Anteil der Unterernährung von acht Prozent 2019 auf 9,8 Prozent 2021.

    Die Welt sei nicht auf gutem Weg, die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen, die klare Zielmarken unter anderem bei Gesundheit, Ernährung und Bildung haben. Um das zu schaffen, müsse unter anderem die medizinische Grundversorgung auch in entlegensten Regionen und Konfliktgebieten verbessert werden. Gerade Frauen und Mädchen brauchten bessere Bildungschancen, um auch mehr über Gesundheit, gesunde Ernährung, Fitness und Schwangerschaft zu lernen. Wasser- und Abwasserversorgung sowie die Nahrungsmittelsicherheit müssten vielerorts verbessert werden.

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