Wegen Konflikten und den Folgen des Klimawandels verzeichnet die Welthungerhilfe Rückschritte. Weltweit hungern mittlerweile etwa 811 Millionen Menschen.
Welthungerhilfe
Die Welthungerhilfe teilte am Donnerstag mit: «Die Welt ist bei der Hungerbekämpfung vom Kurs abgekommen.» - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Welthungerindex 2021 wurde ein Rückschritt verzeichnet.
  • 811 Millionen Menschen hungern mittlerweile weltweit.
  • Der hauptsächliche Grund dafür sind Konflikte und Folgen des Klimawandels.

Die Welthungerhilfe verzeichnet in ihrem jährlichen Index Rückschritte wegen Konflikten und den Folgen des Klimawandels. «Die Welt ist bei der Hungerbekämpfung vom Kurs abgekommen. Sie entfernt sich immer weiter vom verbindlichen Ziel, den Hunger bis 2030 zu besiegen.» Dies teilte die Organisation am Donnerstag in Berlin zur Veröffentlichung des Welthungerindex 2021 mit.

Global hungern demnach etwa 811 Millionen Menschen und 41 Millionen leben am Rande einer Hungersnot. Besonders dramatisch sei die Lage in Somalia, Jemen, Afghanistan, Madagaskar und dem Südsudan.

Befürchtungen haben sich bestätigt

Der neue Welthungerindex untersucht die Ernährungslage in 128 Ländern und bestätigt «die deutlichen Rückschritte bei der Hungerbekämpfung». 47 Länder werden demnach bis 2030 noch nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen. 28 davon liegen in Afrika südlich der Sahara.

«Unsere Befürchtungen im letzten Jahr haben sich leider bestätigt. Hungersnöte sind zurück und multiple Krisen lassen die Zahl der Hungernden immer weiter steigen», so Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe.

«Die Corona-Pandemie hat die angespannte Ernährungslage in vielen Ländern des Südens noch einmal verschärft. Millionen Familien haben dabei ihre Existenzgrundlage verloren. Die grössten Hungertreiber bleiben aber Konflikte und der Klimawandel

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