Wegen erlaubter Demos Rechtsextremer kam es in Schweden auch am Sonntag zu Krawallen. Die Polizei wurde angegriffen und musste sich mit Schüssen wehren.
dpatopbilder - Bereitschaftspolizisten im schwedischen Malmö beobachten einen brennenden Stadtbus. Foto: Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/dpa
dpatopbilder - Bereitschaftspolizisten im schwedischen Malmö beobachten einen brennenden Stadtbus. Foto: Johan Nilsson/TT NEWS AGENCY/AP/dpa - sda - Keystone/TT NEWS AGENCY/AP/Johan Nilsson

Das Wichtigste in Kürze

  • In Schweden ist es auch am Sonntag zu Krawallen gekommen.
  • Rechtsextreme hatten für Demos mit Koran-Verbrennungen eine Erlaubnis erhalten.
  • Die Polizei musste Warnschüsse abgeben und verletzte dabei drei Personen.

Auch am Ostersonntag ist es in Schweden in Zusammenhang mit der Genehmigung rechter Kundgebungen zu Krawallen gekommen. In der Stadt Norrköpping im Süden des Landes feuerte die Polizei nach eigenen Angaben Warnschüsse ab.

Dabei seien drei Menschen verletzt worden, berichtete der Sender SVT am Abend. Auch in Linköping kam es zu Krawallen, insgesamt gab es mehr als 25 Festnahmen. Die Polizei gab an, selbst angegriffen worden zu sein.

Schweden
Am Freitag ging in Schweden bei Krawallen ein Polizeiwagen in Flammen auf. - Keystone

Hintergrund sind Kundgebungen eines bekannten Rechtsextremisten, die von der Polizei genehmigt worden waren. Bereits zuvor hatte es in einigen Städten Krawalle gegeben, nachdem die Polizei Versammlungen erlaubt hatte, bei denen der Koran verbrannt werden sollte. Polizisten wurden mit Steinen und Molotowcocktails beworfen, Autos und Mülltonnen angezündet.

In Malmö stand in der Nacht zum Ostersonntag ein Bus in Flammen, nachdem Unbekannte ein brennendes Objekt auf das Fahrzeug geworfen hatten. Die Fahrgäste konnten den Bus noch rechtzeitig verlassen. In der Stadt Örebro waren bereits am Karfreitag mehrere Polizeiautos angezündet worden. Dort erlitten etwa ein Dutzend Polizisten Verletzungen.

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