Warnstreiks im deutschen Nahverkehr
Wegen eines Warnstreiks kommt es heute vielerorts in Deutschland ganztägig zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.

Busse, Strassen- und U-Bahnen bleiben bei vielen kommunalen Verkehrsunternehmen infolge des Arbeitskampfs der Gewerkschaft Verdi in den Depots. Betroffen sind nahezu alle 16 Bundesländer, wie Verdi (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) mitteilte.
Lediglich Niedersachsen ist den Angaben nach zunächst ausgenommen. Für die etwa 5.000 Beschäftigten dort gelte noch die Friedenspflicht.
Für Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfte es stressig werden – sie müssen trotzdem pünktlich am Arbeitsplatz erscheinen. Und für Eltern ebenso: Auch Schülerinnen und Schüler können nicht einfach zu Hause bleiben. Dazu kommt das Wetter: In einigen Regionen drohen laut den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weiter gefrierender Regen und Strassenglätte.
Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren derweil ohne Einschränkungen. «Die S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Köln, Nürnberg, Rhein-Main und der Regional- und Fernverkehr der DB werden als Unternehmen nicht von Verdi vertreten und sind daher von dem Streik nicht betroffen», teilte der bundeseigene Konzern mit.
In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.
In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft für Dienstleistungsberufe zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.










