Ostukrainisches Orchester tourt durch die Schweiz
Bald vier Jahre ist es her, seit Russland die Ukraine überfallen hat. Das nimmt das Kammerorchester des Ivan-Karabyts-Fachkollegs Bachmut zum Anlass für eine Konzerttournee durch die Schweiz. Auf dem Programm stehen kurze Werke von ukrainischen Komponistinnen und Komponisten.

Mit der Tournee will das Orchester auf die eigenständige kulturelle Vielfalt in der Ukraine hinweisen, unter dem Motte «Kultur als Widerstand und Hoffnung», wie es in einer Mitteilung von Montag heisst.
Das Orchester wird vom 19. bis 25. Februar in verschiedenen Städten der Innerschweiz auftreten, zudem in Olten, Basel, Zürich, Luzern, Bern und Genf.
Gebildet hat sich das Orchester in den 1990er Jahren am Musikkolleg in der ostukrainischen Stadt Bachmut. Bis 2020 galt das Ivan-Karabyts-Bachmut-College für Kultur und Kunst mit rund 200 Studierenden als kulturelle Hochburg der Oblast Donezk.
2022 wurde das College vollständig zerstört, die Unterrichtsräume verwüstet, Instrumente geplündert und der Konzertsaal bombardiert. Das Orchester und die Studierenden zogen ins Exil in die westukrainische Stadt Kamjanez-Podilskyj.
Die Stadt Bachmut, einst bewohnt von 80'000 Menschen, gilt heute als unbewohnbar. Lediglich einige Tausend Menschen harren dort noch aus.
Für die Konzerte in der Schweiz ist der Eintritt frei. Am Ausgang wird um Spenden gebeten. Mit dem Geld soll in der Ost- und Südukraine humanitäre und kulturelle Hilfe geleistet werden.






