Daten

    «Vollkatastrophe»: Hackerangriff auf Berlin – Daten im Netz

    Die Berliner Verwaltung ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Nun sind die Daten veröffentlicht worden. Darunter sind auch hochsensible Daten.

    hacker
    Nachdem die Berliner Verwaltung ein Ultimatum verstreichen liess, veröffentlichte eine Hackergruppe sensible Daten im Darknet. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Berlin wurde Opfer eines grossen Hackerangriffs.
    • Nachdem der Senat nicht zu einer Lösegeldzahlung bereit war, landeten die teils hochsensiblen Daten im Netz.
    • Dieser Datenabfluss habe «staatsgefährdendes Ausmass», mahnen Experten.

    Der kriminellen Hackergruppe Rhysida ist ein Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung gelungen.

    Sie forderte 30 Bitcoin (fast zwei Millionen Franken) Lösegeld, um die Daten zurückzugeben. Diese liess der Berliner Senat verstreichen.

    Die Folge: Die Hackergruppe veröffentlichte die Daten im Darknet. Und schrieb dazu: «Alle Dateien wurden im öffentlich zugänglichen Bereich hochgeladen – viel Spass beim Stöbern, Datenjäger!»

    «Das ist für die Berliner Verwaltung unangenehm»

    «Nach dem, was ich jetzt hier sehen kann, haben sie den kompletten Datensatz für alle zur Einsicht live gestellt.» Das erklärte ein Sprecher des Chaos Computer Clubs der Deutschen Presse-Agentur.

    «Das ist für die Berliner Verwaltung schon unangenehm. Das sind natürlich sehr viele interne Daten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.»

    Warst du schon von einem Hackerangriff betroffen?

    Die Daten würden beispielsweise Einblick in Personalangelegenheiten, auch Arbeitszeugnisse, geben. «Mit solchen Daten können Kriminelle immer irgendetwas anfangen.»

    In den Daten fänden sich unter anderem Bauangelegenheiten, Notfallpläne und Dokumente zu Bewerbungsverfahren. Aber auch Stundenzettel, Wiedereingliederungsmassnahmen von Mitarbeitern oder Betriebsratsunterlagen.

    Gravierender Abfluss hochsensibler Daten

    Es sei jedoch auch «jede Menge behördlicher Kleinkram», so der Chaos Computer Club. Dies seien häufig «lauter Kleinigkeiten, die für Identitätsdiebstahl interessant sein könnten».

    Die Senatskanzlei teilte am Abend mit, dass die Daten derzeit von IT-Experten geprüft würden. Betroffene sollten kontaktiert werden.

    «Sofern im Rahmen der Analyse einzelne betroffene Personen identifiziert werden, werden diese informiert», so die Senatskanzlei.

    Das Problem: Die von den Angreifern bereits zuvor veröffentlichten Auflistungen und Screenshots deuten auf einen gravierenden Abfluss hochsensibler Daten hin.

    «Schlimmer als alle bisherigen Terroranschläge zusammen»

    Wie brisant die Lage ist, ordnet der Investigativjournalist Lars Winkelsdorf in einem Post auf X ein. Er hat die Daten gesichtet und warnt vor dem Daten-Leak.

    «Die absolute Vollkatastrophe ist eingetreten.» Denn: Die Veröffentlichung der Daten sei «schlimmer als alle bisherigen Terroranschläge zusammen».

    Könnten Hackerangriffe die nationale Sicherheit bedrohen?

    Unter den Datensätzen befänden sich laut Winkelsdorf auch Pläne für den Verteidigungsfall und Unterlagen zu polizeilichen Ermittlungen. Er findet, der Angriff habe «staatsgefährdendes Ausmass».

    Ebenfalls besorgt zeigt sich gegenüber der «Bild-Zeitung» der Sicherheitsexperte und CDU-Politiker Roderich Kiesewetter: «Es wäre gravierend, wenn unsere Kommunikationswege und Krisenpläne offen lägen.»

    Kommentare

    User #4425 (nicht angemeldet)

    Das sind die Linke.

    User #2007 (nicht angemeldet)

    Hohe Gehaelter grosses blabla parkbussen verteilen und selber keine verantwortung tragen ? Politiker und Staatsverwaltungsangestellte? Ob das in der Schweiz anders ist? :-))

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