Raus aus der Mietwohnung und rein in die eigenen vier Wände. Die Fertighaushersteller haben ordentlich zu tun. Die Branche rechnet in den kommenden Monaten weiter mit guten Geschäften.
Die Fertighausbranche macht gute Geschäfte. Foto: Daniel Maurer/dpa
Die Fertighausbranche macht gute Geschäfte. Foto: Daniel Maurer/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Wunsch nach einem Eigenheim beschert der Fertighausbranche weiterhin gute Geschäfte.

Die 49 im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) zusammengeschlossenen Unternehmen erwarten im laufenden Jahr ein Plus beim Umsatz von 2,9 Prozent auf insgesamt 3,49 Milliarden Euro, wie BDF-Präsident Hans Volker Noller im Vorfeld einer Veranstaltung in Künzelsau (Hohenlohekreis) mitteilte. Der Auftragsbestand sei durch Abschluss zahlreicher Neuverträge branchenweit auf durchschnittlich gut 16 Monate angewachsen.

Von Januar bis Juli 2021 wurden bundesweit 67.507 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 15.330 in Fertigbauweise, wie der Verband unter Berufung auf das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Der Marktanteil betrage somit 22,7 Prozent. Vor fünf Jahren hatte er noch knapp 18 Prozent betragen. In manchen Bundesländern - vor allem in Baden-Württemberg (39,6 Prozent) und Hessen (36,8 Prozent) - liege der Marktanteil weit über dem Bundesschnitt.

Anders als Massivhäuser werden Fertighäuser meist in speziellen Hallen vorgefertigt und dann auf den Grundstücken wie ein Bausatz zusammengesetzt. Verbandspräsident Noller forderte ein eigenes Ministerium für Bauen und Infrastruktur in der künftigen Bundesregierung. Bauen sei eine politische Aufgabe derartigen Ausmasses und derartiger Bedeutung, wie sie nur in einem eigenen Ministerium angemessen vertreten und bewältigt werden könne. Bislang ist das Thema Bauen beim Bundesinnenministerium angesiedelt.

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