Erhalten die USA jetzt Land auf Grönland?
Am WEF konnten sich die USA und die Nato auf ein Rahmenabkommen zu Grönland einigen. Heute will Donald Trump Wolodymyr Selenskyj treffen.

Das Wichtigste in Kürze
- Beim WEF konnten sich Trump und Rutte auf einen Rahmen für ein Grönland-Abkommen einigen.
- Auch heute wird wohl der Konflikt um die zu Dänemark gehörende Insel dominieren.
- Zudem will Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen.
Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte verkündete Donald Trump, dass man sich bezüglich Grönland auf ein Rahmenabkommen geeinigt habe. Dieses sei die Grundlage für weitere Gespräche. Der US-Präsident sprach von einem «sehr guten Deal für alle, einem fantastischen für die USA». Details nannte er keine.
Heute wird Grönland das Thema Nummer 1 am World Economics Forum bleiben. Donald Trump plant zudem ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj.
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Erhalten die USA jetzt Land auf Grönland?
03.00: Details zur Einigung zu Grönland zwischen der Nato und Donald Trump sind weiterhin unbekannt. Der US-Sender CNN berichtet aber unter Berufung auf einen Nato-Vertreter über einen Punkt, der besprochen worden ist: souveränes US-Territorium auf Grönland.
Demnach sollen die USA Land auf Grönland erhalten, um weitere Militärstützpunkte zu bauen. Das Gebiet solle als Territorium der USA gelten.

Ob dieser Punkt Teil des Rahmenabkommens zwischen Trump und der Nato ist, ist unklar. Eine verstärkte US-Militärpräsenz auf der Insel soll aber ein roter Faden in den Diskussionen gewesen sein.
Rutte zu Grönland: «Es gibt noch viel zu tun»
02.30: Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht beim politischen Streitthema Grönland noch viel Arbeit vor den beteiligten Parteien. In Gesprächen mit Donald Trump sei man übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse, sagte er bei Fox News.
Natürlich würden die USA aber auch ihre Gespräche mit Grönland und Dänemark fortsetzen. Etwa wenn es darum gehe, einen Zugang Russlands und Chinas zur Wirtschaft Grönlands zu verhindern.

Er halte das für ein «sehr gutes Ergebnis», sagte Rutte und schob nach: «Es gibt noch viel zu tun.» Man habe vereinbart, an der Frage zu arbeiten, was die Nato gemeinsam zum Schutz der gesamten Arktisregion beitragen könne. Es gebe viel zu tun, um sicherzustellen, dass alles Notwendige zu Land, zu Wasser und in der Luft unternommen werde, um diesen wichtigen Teil der Welt und des Nato-Gebiets zu schützen.
Die Frage, ob der Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen, den Trump zuvor verkündet hatte, vorsehe, dass die weitgehend autonome Arktisinsel weiterhin zum Hoheitsgebiet Dänemarks gehöre, beantwortete Rutte nicht abschliessend. Das Thema sei in seinen Gesprächen am Abend nicht mehr zur Sprache gekommen, sagte er. Der Schwerpunkt dabei lag demnach auf dem Schutz Grönlands.







