Arzt: Macrons Augenverletzung könnte von Schlag kommen
Emmanuel Macron verbirgt sein blutunterlaufenes Auge hinter einer Sonnenbrille. Laut einem Arzt ist das meist harmlos und kann von einem Schlag kommen.

Das Wichtigste in Kürze
- Emmanuel Macron hat ein geschwollenes und blutunterlaufenes Auge.
- Laut einem Arzt kann das von einem Schlag kommen.
- Bei Macron geht er wegen fehlender Blutergüsse von einer spontanen Entstehung aus.
Emmanuel Macron sorgte beim WEF in Davos GR für Aufsehen: Der französische Präsident tauchte mit einer Sonnenbrille auf, die er auch im Innern kaum ablegte. Später war der Grund ersichtlich: ein geschwollenes und blutunterlaufenes Auge.
Woher kommt das? Hat Macron ein medizinisches Problem? Oder war er in eine Schlägerei verwickelt?
Gegenüber der «DailyMail» erklärt Augenarzt Mfazo Hove, was es damit auf sich hat: Es handelt sich demnach um ein Hyposphagma, eine Unterblutung der Bindehaut. Diese kommt zustande, wenn ein Blutgefäss reisst und sich das Blut unter der Bindehaut ausbreitet. Das starke Rot ist in der sonst weissen Fläche sehr auffällig.
In den meisten Fällen sehe es zwar dramatisch aus, erklärt Hove. Medizinisch gesehen sei es aber harmlos. Die Verletzung könne spontan entstehen oder die Folge eines Traumas, beispielsweise eines Schlages, sein.
Diese Aussage bringt sofort die Bilder von Mai 2025 ins Gedächtnis: Damals kam es in einem Flugzeug zu einem Streit zwischen Macron und seiner Ehefrau Brigitte Macron. Als die Türe geöffnet wurde, war zu sehen, wie die Première Dame ihrem Ehemann unsanft ins Gesicht fasste. Gab es erneut Streit im Élysée-Palast?
Wohl kaum, wie Augenarzt Hove erklärt: Denn hätte ein Schlag ins Gesicht die Blutung im Auge verursacht, wären weitere Anzeichen zu sehen. Beispielsweise Blutergüsse rund um das Auge. Da es diese nicht gebe, sei eine Verletzung eher unwahrscheinlich, die Blutung sei wohl spontan und ohne speziellen Grund entstanden.

Bei Patienten mit einem Hyposphagma werde in der Regel der Blutdruck gemessen, da Bluthochdruck ein Faktor sein könne, erklärt Hove. In den allermeisten Fällen sei dieser aber normal, und es müsse nichts getan werden. Die Blutung verschwinde meist innerhalb von sieben bis zehn Tagen von selbst.
Blutunterlaufene Augen bei Staatsoberhäuptern sind nichts Neues. Zu Lebzeiten trat Queen Elizabeth einige Male damit auf. Und auch beim damaligen US-Präsidenten Joe Biden konnte die Blutung unter dem Auge beobachtet werden.
Hype um die Sonnenbrille von Macron
Die Aufmerksamkeit um die Sonnenbrille sorgt beim Hersteller für grossen Ansturm: Der Online-Shop der Marke Henry Jullien war zeitweise nicht mehr erreichbar. Stefano Fulchir, der Chef von iVision Tech, der italienischen Muttergesellschaft der Brillenmarke, äussert sich gegenüber dem Sender RTL
Hunderte von Mails und Anfragen seien bereits eingegangen. «Im Durchschnitt stellen wir jährlich 100 dieser Pacific-Modelle her. Aber angesichts der grossen Aufmerksamkeit, die sie erhalten, müssen wir dieses Jahr vielleicht 1000 Stück produzieren. Wir haben bereits Kunden, die nach dem gleichen Modell fragen.»
Auf Instagram wirbt die Marke Henry Jullien mit einem Foto von Macron für das Modell zum Preis von 659 Euro.
Trump spottet über «schöne Sonnenbrille»
«Ich habe ihn gestern mit dieser schönen Sonnenbrille gesehen. Was zum Teufel ist passiert?», meinte Trump in seiner Rede in Davos zu Macrons Auftritt am Vortag mit der Brille. Macron habe wie Tom Cruise daherkommen wollen, der im Film «Top Gun» eine ähnliche Brille getragen habe.















