Die Produktion der Sportartikelfirma Puma steht während dem harten Lockdown in Vietnam seit Tagen still. CEO Gulden warnt deshalb vor Lieferverzögerungen.
Puma Vietnam
Das Logo des Sportartikelherstellers Puma. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In Vietnam gilt zurzeit ein strenges Lockdown wegen dem Coronavirus.
  • Deshalb steht beim Sportartikelhersteller Puma die Produktion seit Tagen still.
  • Dadurch würde weltweit rund 15 Prozent der Fertigungen ausfallen.

Das strikte Vorgehen der Regierung in Vietnam gegen das Coronavirus bereitet dem weltweit drittgrössten Sportartikelhersteller Puma Kopfzerbrechen. Die Produktion im Süden des Landes stehe wegen eines harten Lockdowns seit zehn Tagen still. Das sagte Puma-Chef Björn Gulden am Donnerstag.

Nulltoleranz-Strategie in Vietnam

Weltweit fielen damit etwa 15 Prozent der Puma-Fertigung aus. «Wir versuchen, das über die Verlagerung der Produktion in den Norden Vietnams, nach China oder Indonesien aufzufangen.» Allerdings müssten sich die Kunden auf längere Lieferzeiten einstellen.

Viele Länder Südostasiens verfolgen im Kampf gegen das Virus eine Nulltoleranz-Strategie. Sie verhängen sehr weitreichende Einschränkungen schon bei wenigen Infektionen, um dem Erreger jeglichen Nährboden zu entziehen. Damit waren sie vor allem 2020 erfolgreich: Während im Westen sich Millionen Menschen infizierten und an der Seuche starben, kamen diese Länder vergleichsweise glimpflich davon.

Puma
Die Corona-Krise hatte Puma die Umsätze im vergangenen Jahr verhagelt, speziell im zweiten Quartal. Foto: Daniel Karmann/dpa - dpa-infocom GmbH

Doch das hat sich inzwischen geändert. In Vietnam wurden seit Anfang 2020 nach Angaben der Johns Hopkins-Universität gut 123'000 Infektionen gezählt. Fast 110'000 davon allein im vergangenen Monat. Zugleich sind weniger als ein halbes Prozent der Bevölkerung gegen das Virus geimpft.

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