Haft

    Vier Kohlekraftgegner nach Blockadeaktion in U-Haft

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    Deutschland,

    Eine jeweils mehrjährige Freiheitsstrafe könnte vier Klimaaktivisten drohen, die jüngst auf das Kraftwerksgelände Jänschwalde eingedrungen waren.

    Klimaaktivisten blockieren am 19. September eine Gleisverbindung für den Transport von Braunkohle zum Kraftwerk Jänschwalde.
    Klimaaktivisten blockieren am 19. September eine Gleisverbindung für den Transport von Braunkohle zum Kraftwerk Jänschwalde. - Patrick Pleul/dpa

    Nach der Besetzung von Gleis-und Förderanlagen auf dem Gelände des brandenburgischen Braunkohlekraftwerks Jänschwalde sitzen nun vier Klimaaktivisten in Untersuchungshaft.

    Dies hat das zuständige Amtsgericht angeordnet. Am Mittwoch wurden die drei Frauen und ein Mann in Justizvollzugsanstalten gebracht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Hausfriedensbruch und die Störung öffentlicher Betriebe vor. Für letzteren Vorwurf sieht das Gesetz demnach eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahre oder eine Geldstrafe vor.

    Eine Gruppe, die sich «Unfreiwillige Feuerwehr» nennt, war auf das Gelände des Kraftwerks eingedrungen, hatte sich an Gleisen festgekettet und Kohleförderanlagen besetzt. Die Polizei war mit einem grösseren Aufgebot im Einsatz.

    Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte am Dienstag für insgesamt 17 Kohlekraftgegner beim Amtsgericht die Anordnung der Untersuchungshaft beantragt, da sie ihre Identität nicht preisgeben wollten. Im Rahmen von Anhörungen hätten 13 Personen die erforderlichen Angaben zu ihrer Person gemacht. Bereits erlassene Haftbefehle wurden wieder aufgehoben und diese Personen anschliessend auf freien Fuss gesetzt.

    Das Energieunternehmen Leag hatte am Dienstag eine konsequente Bestrafung der Umweltaktivisten gefordert. Es spricht von einem gezielten und riskanten Angriff auf die Versorgungssicherheit.

    Wegen der Blockadeaktion hatte der Konzern am Montag zwei Kraftwerksblöcke zeitweise heruntergefahren. Mehr als ein Gigawatt gesicherter Leistung habe damit für Stunden nicht zur Verfügung gestanden hiess es.

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