Verirrter Buckelwal strandet schon wieder – Hoffnung schwindet
Der Wal ist erneut auf einer Sandbank in der Ostsee festgefahren. Einsatzkräfte versuchen, ihn ein weiteres Mal zu befreien.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Buckelwal vor Timmendorfer Strand sitzt offenbar erneut auf einer Sandbank fest.
- Polizei und Greenpeace sind unterwegs, um das Tier womöglich wieder zu retten.
- Seit dem frühen Morgen suchte ein Polizeiboot die Küste nach dem Wal ab.
Der Buckelwal, der sich vor Timmendorfer Strand erst in der Nacht selbst befreit hatte, ist offenbar erneut auf einer Sandbank festgekommen. Ein Foto aus der Wismarer Bucht zeigt den Rücken des Tiers aus dem Wasser ragen.
Laut «Bild» sind Greenpeace und die Polizei unterwegs, um dem Wal womöglich noch einmal zu helfen. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei sagte der Deutschen Presse-Agentur, seit dem frühen Morgen fahre ein Polizeiboot die Küste ab.
Auch das Boot «Walfisch» sei auf Streife und unterstütze die Suche. Drohnen würden derzeit nicht eingesetzt.
Der Buckelwal war am Montagmorgen auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden. Nach tagelangen Einsätzen vieler Helfer konnte er sich in der Nacht selbst durch eine mit einem Bagger ausgehobene Rinne befreien.
Die neusten Entwicklungen erfährst du nachfolgend im Ticker.
Unklar, ob Wal verletzt
15.17: Daniela von Schaper, Meeresexpertin bei Greenpeace, äussert sich zum Zustand des Wals. «Unsere Experten sind mit Booten beim Tier. Wir können bestätigen, dass es gestrandet ist und noch atmet», sagt sie gegenüber «Bild».
Ob der Wal bei der Strandung verletzt wurde, werde derzeit noch untersucht.
Greenpeace bestätigt erneute Strandung
14.55: Eine Sprecherin von Greenpeace bestätigt, dass der Wal erneut gestrandet ist. Der Meeressäuger liege nun auf einer Sandbank in der Wismarer Bucht.
«Es ist unklar, ob er feststeckt oder nicht»
14.39: Der zuvor vor Timmendorfer Strand freigekommene Buckelwal ist erneut von mehreren Augenzeugen gesichtet worden.
Aktuell hält sich das Tier in der Wismarbucht nahe der unbewohnten Insel Walfisch auf, wie das Umweltministerium in Schwerin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. «Es ist unklar, ob er feststeckt oder nicht», erklärte ein Sprecher des Ministeriums.
Im Einsatz stehen unter anderem die Wasserschutzpolizei aus Wismar und Rostock sowie Fachleute des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung und der Umweltschutzorganisation Greenpeace.
Sie beobachten die Situation sowohl vom Wasser als auch vom Land aus, um bei Bedarf eingreifen zu können.
Polizeioberkommissar ist wenig zuversichtlich
14.25: Greenpeace und die Polizei sind laut «Bild» auf dem Weg zum Wal, um ihn möglicherweise erneut zu befreien.
Polizeioberkommissar Holger Kraus von der Wasserschutzpolizei in Wismar äusserte sich aber skeptisch gegenüber der Zeitung.
Er sagte: «Während meiner Dienstjahre hatte ich mit zwei oder drei Walen dieser Grössenordnung zu tun, die sich zu uns verirrt hatten. Überlebt hat leider keiner.»
Zugleich sagte er: «Man weiss nie. Vielleicht klappt es ja diesmal.»















