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    Verantwortliche für Fipronil-Skandal in Belgien vor Gericht

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    In Belgien hat ein Prozess gegen mutmasslich Verantwortliche für den Fipronil-Skandal um schadstoffbelastete Eier begonnen.

    Wegen des Fipronil-Skandals mussten Millionen Eier entsorgt werden
    Wegen des Fipronil-Skandals mussten Millionen Eier entsorgt werden - Belga/AFP/Archiv

    Vier belgische Firmen und sieben Unternehmensleiter stehen seit Donnerstag in Antwerpen vor Gericht. Ihnen wird vorgeworfen, in betrügerischer Absicht mit Fipronil versetzte Reinigungsmittel für Hühnerställe importiert, verkauft oder verwendet zu haben.

    Geklagt haben vor allem belgische Geflügelbauern, die infolge des Skandals im Jahr 2017 Millionen Eier entsorgen mussten. Die Verluste der Branche allein in Belgien beliefen sich auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Auch die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) tritt in Antwerpen als Nebenkläger auf.

    Das Insektengift Fipronil wird zur Bekämpfung von Läusen und Milben bei Hunden und Katzen eingesetzt, darf in der EU aber nicht in Kontakt mit Tieren in der Nahrungsmittelproduktion geraten. Im Zentrum des Skandals stand eine niederländische Firma, die Ställe von Legehennen mit einem Mittel reinigte, dem das Insektizid beigemischt war.

    Millionen Eier vom Markt genommen

    In der Folge wurden Fipronil-belastete Eier und Eierprodukte in fast allen europäischen Ländern und teils weltweit gefunden. Auch in Deutschland mussten Millionen Eier vom Markt genommen und mehrere Legehennenbetriebe gesperrt werden.

    In den Niederlanden verurteilte ein Gericht in Zwolle vor zwei Wochen zwei Unternehmer in der Angelegenheit zu einem Jahr Gefängnis. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sie ein Fipronil enthaltendes Mittel gegen eine bestimmte Läuseart in Hühnerfarmen in betrügerischer Absicht als «rein biologisch» etikettiert vermarktet hatten.

    Die Drahtzieher des Betrugs werden auf beiden Seiten der belgisch-niederländischen Grenze vermutet. Die Kläger in Belgien gehen von einer grenzüberschreitenden «kriminelle Vereinigung» aus.

    In Antwerpen sind nächste Woche zwei weitere Verhandlungstermine angesetzt. Mit einem Urteil in rund zwei Monaten gerechnet.

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