Nach dem Treffen der 30 Nato-Staaten und Russlands in der Ukraine-Krise hat die US-Seite die Geschlossenheit der Bündnispartner gegenüber Moskau unterstrichen.
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Das Nato-Hauptquartier in Brüssel mit den Fahnen der Mitgliedstaaten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Brüssel wurde beim Treffen am Mittwoch von einer «völligen Einigkeit» gesprochen.
  • Die US-Seite hat die Geschlossenheit der Bündnispartner zu Russland unterstrichen.

Die Nato-Partner hätten bei dem fast vierstündigen Treffen am Mittwoch in Brüssel «in völliger Einigkeit» gesprochen. Dies sagte die Leiterin der US-Delegation, Vizeaussenministerin Wendy Sherman, vor Journalisten.

Sie forderte Moskau erneut zur Deeskalation auf, «wenn Russland auf diplomatischem Weg zum Erfolg kommen will». Andernfalls drohten «schwerwiegende Konsequenzen». Die russische Seite habe bei dem Gespräch keine Zusage für Entspannungsmassnahmen abgegeben, allerdings auch keine gegenteilige Aussage getroffen.

Für Eskalation verantwortlich

Sherman sagte, beim Treffen hätten die Bündnispartner deutlich gemacht, dass es Bereiche gebe, bei denen beide Seiten Fortschritte erzielen könnten. So etwa bei der Rüstungskontrolle. Russland sei aber für die derzeitige Eskalation verantwortlich, «die gelinde gesagt keine optimalen Bedingungen für die Diplomatie schafft».

Die Delegationsleiterin kritisierte neben dem russischen Truppenaufbau aggressive Rhetorik, Propaganda und Desinformation Moskaus. «Während wir hier sprechen, hat Russland mehr als 100'000 Soldaten entlang der ukrainischen Grenzen zusammengezogen.»

Die US-Vizeaussenministerin sagte: «Wir haben deutlich gemacht, dass ein weiterer Einmarsch Russlands in die Ukraine erhebliche Kosten und Konsequenzen nach sich ziehen wird.» Sherman betonte erneut, dass die von Russland geforderte Zusage, dass die Nato sich nicht weiter ausdehnt, nicht in Frage komme. Die Bündnispartner hätten gegenüber Moskau deutlich gemacht, «dass alle Nationen frei sind und sein müssen, ihre eigenen Bündnisse zu wählen».

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