Urteil nach Jahrzehnten: Lebenslang für Mord in Deutschland
Mehr als 30 Jahre nach dem Mord an einer US-amerikanischen Touristin in Deutschland ist ein 81-Jähriger zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Zudem stellte das Landgericht Koblenz die besondere Schwere der Schuld fest, wie der Vorsitzende Richter Rupert Stehlin verkündete. Damit folgte die Kammer den einstimmigen Einschätzungen der Staatsanwaltschaft, der Nebenklägervertreter und Verteidiger. Der Angeklagte hatte die Tat zum Prozessauftakt pauschal eingeräumt.
Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Mann im September 1994 die 24 Jahre alte Amy Lopez gefesselt, sexuell missbraucht und mit neun Messerstichen tötete. Zuvor soll er sie nahe der Festung Ehrenbreitstein im westdeutschen Koblenz in ein abseits gelegenes, leerstehendes Gebäude gelockt haben. Kurz nach der Tat fanden spielende Kinder die Leiche.
Jahrzehntelang blieb der Fall ungeklärt. Einen Durchbruch gab es erst nach einer Auswertung alter DNA-Spuren mit neuen technischen Möglichkeiten. Die Spuren wurden dem 81-Jährigen zugeordnet, der daraufhin Ende Februar 2026 in einem Seniorenheim im Raum Koblenz festgenommen wurde.














