Volkswagen

    VW – Belegschaft kritisiert Kommunikation der Geschäftsleitung

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Deutschland,

    VW steht wegen seines Sparkurses unter Druck. Eine interne Umfrage zeigt grosse Verunsicherung bei Beschäftigten und ihren Familien.

    VW-Werk
    Das VW-Werk Osnabrück soll nach dem Ende der Autoproduktion für die Rüstungsindustrie genutzt werden. (Archivbild) - keystone

    Die VW-Belegschaft kritisiert die Kommunikation des Vorstands während der laufenden Sanierungsdebatte scharf. Besonders bei Arbeitsplätzen, Standorten und der künftigen Strategie fehlen aus ihrer Sicht klare Antworten.

    Laut der «Tagesschau» zeigt eine vom Betriebsrat initiierte Umfrage die Verunsicherung innerhalb der Belegschaft. Beschäftigte konnten darin Fragen und Erwartungen an Konzernchef Oliver Blume und den Vorstand formulieren.

    Mehr als 100 Fragen standen der «Bluewin» zufolge nach der Umfrage zur Auswahl. Die Beschäftigten konnten einzelne Vorschläge zusätzlich mit einem Like unterstützen.

    VW: Belegschaft fordert Klarheit über Jobs, Werke und Strategie

    Besonders viel Zustimmung erhielten Fragen zur Kommunikation der Geschäftsleitung und zur Sicherheit der Arbeitsplätze. Auch Altersteilzeit, Aufhebungsverträge und sozialverträgliche Instrumente beim Personalabbau wurden thematisiert.

    Weitere Schwerpunkte waren die Perspektiven mehrerer Werke. Genannt wurden Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau sowie künftige Produkte und das Vertrauen der Kunden.

    Traust du Oliver Blume zu, den Konzern erfolgreich aus der Krise zu führen?

    Für zusätzlichen Unmut sorgte laut der «Tagesschau» ein internes Interview mit Oliver Blume. Das Gespräch wurde demnach erst am Freitagnachmittag im VW-Intranet veröffentlicht.

    Kritik an Kommunikation und fehlender Zukunftsperspektive bei VW

    Einige Beschäftigte hätten Informationen zur Konzernlage zu diesem Zeitpunkt bereits aus den Nachrichten erfahren. Der Betriebsrat kritisierte deshalb den Zeitpunkt und die Art der Kommunikation.

    Auch das «N-TV» berichtet von Kritik an fehlenden Details zum Stellenabbau und zum Sparprogramm. Dem Vorstand fehle aus Sicht des Betriebsrats zudem eine positive Perspektive für die Zukunft.

    Blume bezeichnete die Situation bei VW als «mehr als kritisch». Der Konzern verdiene derzeit zu wenig, um notwendige Investitionen dauerhaft finanzieren zu können.

    VW plant Kapazitätsabbau und stellt sich den Fragen der Belegschaft

    Volkswagen will deshalb Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Nach Angaben der «Tagesschau» sollen die Kapazitäten der europäischen Konzernwerke um 500'000 Fahrzeuge pro Jahr sinken.

    Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm sieht Volkswagen derzeit keine wettbewerbsfähige Auslastung für die 2030er-Jahre. Die häufig genannte Zahl von rund 50'000 Stellen weltweit bezeichnete Blume laut der «Tagesschau» jedoch nicht als feste Zielgrösse.

    VW Oliver Blume
    Oliver Blume steht bei der Belegschaft von VW wegen des Sparkurses und der Kommunikation unter Druck. (Archivbild) - keystone

    Am 25. August stellte sich Blume bei einer ausserordentlichen Betriebsversammlung in Wolfsburg den Beschäftigten. Es kamen mehr als 10'000 Mitarbeitende zu der Veranstaltung im Stammwerk.

    VW-Betriebsrat sieht Vertrauen beschädigt und fordert klare Perspektiven

    Betriebsratschefin Daniela Cavallo erklärte laut dem «Spiegel», das Vertrauen in den Konzernvorstand sei beschädigt. Zugleich betonte sie, dieser Zustand sei noch nicht irreparabel.

    Blume erklärte dem «Spiegel» zufolge, die Schliessung deutscher Werke sei nicht beschlossen. Für alle Standorte sollten innerhalb von sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven entwickelt werden.

    Weitere ausserordentliche Betriebsversammlungen sind an mehreren deutschen VW-Standorten vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen der Sparkurs, mögliche Einschnitte und die Zukunft der einzelnen Werke.

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    Kommentare

    User #2303 (nicht angemeldet)

    VW Hannover baut Nutzfahrzeuge, den ID. Buzz - Elektro-Van sowie den Multivan, z. B. den T7

    User #1801 (nicht angemeldet)

    In meinem Bekanntenkreis möchte kaum noch jemand ein Auto von VW und co haben. Tesla und chinesische Autos sind dagegen hoch im Kurs.

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    sdf
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    Emden
    VW Oliver Blume
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    Zwickau
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