Unwetter in Friaul: Mehr als 100 Feuerwehreinsätze
Nach heftigen Unwettern haben Feuerwehrkräfte in der nordostitalienischen Region Friaul-Julisch Venetien in der Nacht auf Dienstag mehr als 100 Einsätze absolviert. Dabei sicherten sie beschädigte Gebäude und entfernten umgestürzte Bäume, teilte die Feuerwehr mit.

Zwischen 20.00 Uhr und 7.30 Uhr verzeichneten die Feuerwehren in den Provinzen Pordenone und Udine 40 bzw. 47 Einsätze. In der Provinz Gorizia kamen rund 15 weitere Einsätze hinzu.
Viele Schäden mussten zunächst bei Tageslicht begutachtet werden. Zudem meldeten Anrainer laufend weitere umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Teilweise wurde dadurch der Verkehr auf Nebenstrassen behindert. Die Einsatzkräfte beseitigten umgestürzte Bäume und sicherten Dächer sowie andere beschädigte Gebäudeteile. In zahlreichen Gemeinden unterstützten Freiwillige des Zivilschutzes die Arbeiten. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand.
In Pordenone stürzte ein Baum auf ein Auto. Die Insassen hatten das Fahrzeug jedoch kurz zuvor verlassen und waren in ein nahe gelegenes Gebäude geflüchtet. Ebenfalls in Pordenone fiel ein grosser Baum auf den historischen Glockenturm der zentral gelegenen Pfarrkirche San Giorgio.
Die Unwetter im Nordosten brachten Abkühlung nach den hohen Temperaturen der vergangenen Tage. Der Rest Italiens stöhnt weiterhin unter einer starken Hitzewelle. Nach Angaben von Meteorologen sorgt eine subtropische Hochdrucklage mit heisser Luft aus Nordafrika für aussergewöhnlich hohe Temperaturen.
Besonders betroffen sind die norditalienische Ebene des Flusses Po, die Binnenregionen Mittelitaliens sowie Sardinien. Dort liegen die Temperaturen teilweise bis zu zehn Grad über den für Ende Juni üblichen Durchschnittswerten.














