Shanghai kämpft mit Tropensturm «Dolphin»
Tropensturm «Dolphin» sorgt in Shanghai für massive Einschränkungen. Während der Sturm weiterzieht, bereiten sich weitere Regionen auf starke Regenfälle vor.

Shanghai wurde von kräftigem Regen und starken Windböen getroffen, wodurch Strassen überflutet und zahlreiche Verkehrsverbindungen erheblich beeinträchtigt wurden. Mehrere U-Bahn-Linien stellten den Betrieb vollständig ein, während Fähren ruhten und Hunderte Flüge vorsorglich aus dem Plan genommen wurden.
Die Behörden riefen Einwohner auf, möglichst zu Hause zu bleiben und berufliche Aufgaben wenn möglich vorübergehend im Homeoffice zu erledigen. Wie «SRF» berichtet, rechneten Meteorologen mit weiteren Regenfällen, weshalb Einschränkungen im öffentlichen Verkehr landesweit zunächst bestehen bleiben könnten.
Viele Menschen mussten ihre täglichen Wege kurzfristig anpassen, während Einsatzkräfte überflutete Bereiche absicherten und gefährdete Orte kontinuierlich überwachten. Der Tropensturm beeinträchtigte das öffentliche Leben erheblich, obwohl seine Windgeschwindigkeiten nach dem Landgang bereits deutlich nachgelassen hatten.
Sturm «Dolphin» zieht weiter
«Dolphin» erreichte zunächst als Taifun die Provinz Zhejiang und verursachte dort umgestürzte Bäume, beschädigte Baustellen sowie überflutete Verkehrswege. Anschliessend schwächte sich das Unwetter zum Tropensturm ab und setzte seinen Weg nordwestwärts durch weitere Landesteile Chinas fort.
Hunderttausende Menschen wurden vorsorglich aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht, um Risiken durch Überschwemmungen möglichst frühzeitig deutlich zu reduzieren. Laut «Deutsche Welle» rechnen Behörden auch für Peking mit anhaltendem Starkregen sowie möglichen Erdrutschen und Überschwemmungen in mehreren Stadtbezirken.
In der Küstenstadt Wenling dauert die Suche nach einem vermissten Jungen an, der von einer Welle ins Meer gerissen wurde. Behörden setzen die Sucharbeiten fort, während weitere Niederschläge die Bedingungen für Rettungskräfte und Einsatzteams zusätzlich erschweren könnten.
Langer Sturm beschäftigt Behörden
«Dolphin» gilt bislang als stärkster Taifun dieses Jahres in China und brachte ein aussergewöhnlich grosses Wolkensystem über mehrere Regionen. Nach offiziellen Angaben hielt der Sturm deutlich länger an als vergleichbare Taifune und legte Tausende Kilometer über dem Meer zurück.

Fachleute beobachten weltweit häufiger langanhaltende Extremwetterereignisse, die Infrastruktur belasten und umfangreiche Schutzmassnahmen zunehmend erforderlich machen könnten. Wie «n-tv» hervorhebt, sehen Wissenschaftler den Klimawandel als wichtigen Einflussfaktor für intensivere und länger andauernde Wetterextreme in vielen Regionen.
Behörden beobachten die weitere Entwicklung des Tropensturms aufmerksam und passen Schutzmassnahmen laufend an die aktuelle Wetterlage im Land an. Die kommenden Tage bleiben entscheidend, weil weitere Regenfälle zusätzliche Belastungen für betroffene Regionen und ihre Infrastruktur verursachen könnten.
















