Ungarn: Orban benennt Vertraute Novak als nächste Präsidentin

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    Am Dienstag benannte der ungarische Ministerpräsident die Familienministerin Katalin Novak zur nächsten Staatspräsidentin Ungarns.

    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban spricht vor der Presse. Er hat die Vizevorsitzende der Regierungspartei Fidesz Katalin Novak als nächste Staatspräsidentin vorgeschlagen. Foto: Laszlo Balogh/AP/dpa
    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban spricht vor der Presse. Er hat die Vizevorsitzende der Regierungspartei Fidesz Katalin Novak als nächste Staatspräsidentin vorgeschlagen. Foto: Laszlo Balogh/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Laszlo Balogh

    Das Wichtigste in Kürze

    • Viktor Orban hat Katalin Novak zur neuen Staatspräsidentin Ungarns vorgeschlagen.
    • Damit wird so Janos Ader im höchsten Staatsamt ablösen.
    • Novak wird die erste Frau im höchsten Staatsamt seit 1989.

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat die Vizevorsitzende der Regierungspartei Fidesz, Katalin Novak, als nächste Staatspräsidentin vorgeschlagen. Dies gab der Regierungschef, der zugleich auch Fidesz-Vorsitzender ist, am Dienstag in Budapest bekannt.

    Novak (44) ist in der Orban-Regierung als Ministerin ohne Geschäftsbereich für Familienpolitik zuständig. Sie soll Janos Ader im höchsten Staatsamt ablösen. Die zweite Amtszeit des gleichfalls aus der rechtsnationalen Fidesz-Partei stammenden Präsidenten läuft im nächsten Frühjahr ab.

    Novak für traditionelle Geschlechterrollen

    Das Parlament wählt den Inhaber des höchsten Staatsamtes. Die Wahl Novaks gilt nach der Benennung durch Orban als gesichert. Die Fidesz-Fraktion verfügt in der Volksvertretung über eine überwältigende Mehrheit. Eine Amtszeit dauert fünf Jahre - es gibt die Möglichkeit von einer Wiederwahl.

    Novak wäre die erste Frau im höchsten Staatsamt seit der demokratischen Wende 1989 - und die jüngste. Die Fidesz-Politikerin gilt als loyale Erfüllungsgehilfin des Orban-Systems. Als Familienministerin unterstützt sie den Kurs des mächtigen Ministerpräsidenten, der auf Diskriminierung sexueller Minderheiten und Aufwertung traditioneller Geschlechterrollen abzielt.

    Das Staatsoberhaupt hat in Ungarn eingeschränkte Macht. Ausserdem erteilt der Präsident nach Parlamentswahlen den Regierungsauftrag. Die neue Präsidentin wird noch vom derzeitigen Parlament gewählt. Im April stehen Parlamentswahlen an, bei denen die Opposition erstmals geeint antreten will, weshalb der Ausgang als offen gilt.

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