Ungarn erhält erste Lieferung von deutschen Leopard-Panzern

    Keystone-SDA
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    Ungarn modernisiert zurzeit seine Armee. So ist heute eine erste Lieferung von deutschen Leopard-Panzern eingetroffen.

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    Ein aus Deutschland zu Ausbildungszwecken an die 25. Schützenbrigade der ungarischen Armee gelieferter Panzer des Typs Leopard 2 A4 steht auf dem Kasernengelände. - sda - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Freitag sind vier Panzer des Modells Leopard 2 A4 in Ungarn eingetroffen.
    • Seit 40 Jahren verwendet Ungarn den sowjetischen Kampfpanzer T-72.
    • Nun soll die Armee mit den deutschen Leopard-Panzern modernisiert werden.

    Ungarn hat am Freitag eine erste Lieferung von deutschen Kampfpanzern des Typs Leopard 2 erhalten. In der Kaserne von Tata bekam Verteidigungsminister Tibor Benkö vom deutschen Hersteller Krauss-Maffei-Wegmann (KMW) symbolisch den Schlüssel überreicht. Acht weitere gebrauchte Panzer sollen bis Ende des Jahres eintreffen.

    Bei den Fahrzeugen handelt es sich um vier gebrauchte Panzer des Modells Leopard 2 A4. Diese sollen Schulungs- und Ausbildungszwecken dienen.

    Ungarn erhält deutschen Leopard-Panzern
    Zwei aus Deutschland zu Ausbildungszwecken an die 25. Schützenbrigade der ungarischen Armee gelieferte Panzer des Typs Leopard 2 A4 stehen auf dem Kasernengelände. Ungarn will seine Streitkräfte modernisieren und setzt dabei stark auf deutsche Militärtechnik. - dpa

    Von 2023 an erhält der EU- und Nato-Partner 44 neue Kampfpanzer des Modells Leopard 2 A7, die modernste Variante. Zu diesem Zeitpunkt werden in Europa asonsten nur Deutschland und Dänemark darüber verfügen. KMW-Geschäftsführer Frank Haun sagte: «Ungarn wird Teil der Leopard-Gemeinschaft, die eine einzigartige Plattform der internationalen Verteidigungszusammenarbeit darstellt.» Verteidigungsminister Benkö erklärte: «Der Traum vieler Panzersoldaten geht heute in Erfüllung.»

    Modernisierung der Armee

    Die ungarischen Panzerverbände verwenden seit mehr als 40 Jahren den sowjetischen Kampfpanzer T-72. Das ehemals kommunistische Land ist seit 1999 Mitglied der Nato. Derzeit modernisiert es die Armee.

    Ungarn hat in Deutschland auch 24 Panzerhaubitzen vom Typ PzH 2000 sowie Kettenfahrzeuge für Pioniereinheiten und die Panzerschnellbrücke Leguan bestellt. Auch an einem deutschen Leitsystem für Luftabwehrraketen besteht nach Informationen der regierungsnahen Tageszeitung «Magyar Nemzet» Interesse.

    Der Wert der bestellten Rüstungsgüter macht nach deutschen Angaben 1,76 Milliarden Euro aus. Ungarns rechts-konservativer Ministerpräsidenten Viktor Orban betont immer wieder, dass ihm an einem guten Verhältnis zu Berlin gelegen sei.

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