UN-Kommissar erwartet keine unmittelbare Fluchtbewegung nach Europa

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    UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi rechnet nicht mit einer unmittelbar bevorstehenden grossen Fluchtbewegung von Menschen aus Afghanistan nach Europa.

    ARCHIV - Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, spricht. Grandi rechnet nicht mit einer unmittelbar bevorstehenden Fluchtbewegung von Menschen aus Afghanistan nach Europa. Das sagte er der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» am Freitag. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa
    ARCHIV - Filippo Grandi, Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, spricht. Grandi rechnet nicht mit einer unmittelbar bevorstehenden Fluchtbewegung von Menschen aus Afghanistan nach Europa. Das sagte er der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» am Freitag. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Fernando Vergara

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Ausmass hänge davon ab, wie hart die militant-islamistischen Taliban nach der Machtübernahme aufträten, sagte der Chef des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» (Freitag).

    In erster Linie seien Länder in der Region betroffen: Pakistan, der Iran und vielleicht auch Tadschikistan. Wenn diese nicht stetige Hilfe bekämen, bestehe ein grösseres «Risiko» für Europa.

    Grandi hatte unlängst auch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel telefoniert. Dabei appellierte er an sie und andere Staats- und Regierungschefs, Afghanistan zu helfen. Das Nachbarland Pakistan hat in den vergangenen Jahrzehnten Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Zeitweise waren nach UN-Angaben vier bis fünf Millionen afghanischer Flüchtlinge in dem Land. Aktuell beherbergt Pakistan etwa 1,4 Millionen Afghanen, die als Flüchtlinge offiziell registriert sind, und etwa 600 000 Afghanen ohne Dokumente.

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