Im Corona-Krisenjahr ist die Zahl der weltweit entführten und vergewaltigten Kinder in Krisengebieten einem UN-Bericht zufolge stark angestiegen.
Kindesmissbrauch
Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes an einer Wand. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der weltweit entführten und vergewaltigten Kinder hat 2020 stark zugenommen.
  • Auch die Anzahl getöteter oder verstümmelter Kinder nahm drastisch zu.
  • Betroffen sind vor allem Krisenregionen wie Afghanistan, Syrien oder Somalia.

«Die Verstösse mit dem grössten exponentiellen Wachstum im Jahr 2020 waren Entführungen mit erstaunlichen 90 Prozent sowie Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt, die um 70 Prozent zunahmen», teilte das Büro der UN-Sonderbeauftragten für Kinder in bewaffneten Konflikten, Virginia Gamba, am Montag mit.

Insgesamt habe das Büro 2020 Gewalt gegen mehr als 19'300 Mädchen und Jungen in Konflikten dokumentiert.

In 8400 Fällen seien Kinder getötet oder verstümmelt worden – vor allem in Afghanistan, Syrien, dem Jemen und Somalia. Nahezu 7000 Minderjährige seien als Soldaten rekrutiert oder anderweitig im Krieg instrumentalisiert worden. Dies betraf demnach besonders Somalia, Syrien und Myanmar sowie die Demokratische Republik Kongo und die namensverwandte Nachbar-Republik Kongo.

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