Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, fährt einer Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge die grösste Spritschleuder unter den deutschen Bischöfen.
Georg Bätzing
Georg Bätzing - POOL/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Nur drei evangelische Bischöfe schneiden in Ranking gut ab.

Der Limburger Bischof erzeuge mit seinem Audi A8 einen realen CO2-Ausstoss von 258 Gramm pro Kilometer und sei damit das Schlusslicht im Dienstwagencheck der DUH, teilte die Organisation am Mittwoch in Berlin mit. Bätzing erhalte dafür die rote Karte.

Die DUH fragte den CO2-Ausstoss von 47 Fahrzeugen führender katholischer und evangelischer Geistlicher ab. Der Flottengrenzwert von 95 Gramm pro Kilometer werde nur von drei Fahrzeugen eingehalten, alle drei seien die Dienstwagen evangelischer Würdenträger. Durchschnittlich stossen die überprüften Dienstwagen laut DUH im Realbetrieb 190 Gramm CO2 pro Kilometer aus und damit genau das Doppelte des Flottengrenzwerts.

Die Spitzenposition halte Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst von der Evangelischen Kirche der Pfalz mit einem VW ID3 und einem realen CO2-Ausstoss von 56 Gramm pro Kilometer. Es folgten Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und Landesbischof Ralf Meister von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover, die beide einen Audi e-tron fahren.

Barbara Metz, die stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH erklärte: «Die kirchlichen Würdenträgerinnen und Würdenträger haben die Dringlichkeit für mehr Klimaschutz offenbar noch immer nicht verstanden.» Sie forderte, dass die Landeskirchen und Bistümer spritsparende und emissionsarme Antriebsarten bei ihren Dienstwagen verpflichtend vorgeben.

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