Trotz Zweifeln an der Genauigkeit der Messergebnisse von Fitnesstrackern nutzen laut einer Bitkom-Umfrage viele Menschen digitale Helfer erfolgreich zum Abnehmen.
Marathon in Berlin
Marathon in Berlin - AFP/Archiv

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«Apps und Wearables können Menschen dabei helfen, sich besser und gesünder zu ernähren», erklärte der Bitkom-Experte Andreas Schweikert am Dienstag. Gut zwei Drittel der Nutzer verzeichneten demnach bereits Erfolge beim Abnehmen.

Laut der Umfrage verwenden 38 Prozent der Nutzer von Smartphones, Smartwatches, Tablets oder Fitnesstrackern ihr Gerät auch zum Zählen ihrer Schritte. Jeder Vierte erfasst ausserdem den eigenen Kalorienverbrauch, 24 Prozent erstellten sich mit Hilfe der Geräte ausserdem Trainingspläne. Jeder Fünfte erstellte sich ausserdem schon einmal einen digitalen Ernährungsplan, wie Bitkom weiter erklärte.

Für die Erhebung befragte der Digitalverband rund tausend Menschen im Alter ab 16 Jahren. Die Nutzer berichteten von positiven Ergebnissen: 69 Prozent gaben an, bereits Gewicht verloren zu haben, seitdem sie die digitalen Fitnessanwendungen nutzen. 57 Prozent der Befragten bewegen sich mehr, 55 Prozent machen mehr Sport, und die Hälfte ernährt sich gesünder.

Trotz der Erfolge bestehen laut der Umfrage auch Zweifel: 57 Prozent der Befragten gaben an, sich zumindest hin und wieder um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten zu sorgen. Für 48 Prozent lässt der Reiz bei dauerhafter Nutzung der Anwendungen zudem nach. 79 Prozent der Befragten haben zudem das Gefühl, das Fitnessdaten wie beispielsweise zurückgelegte Schritte nicht immer korrekt erfasst werden.

Die Anwendungen wurden laut Bitkom in den vergangenen Jahren weiterentwickelt und erfassen die eigenen Vitalwerte genau. «Wer solche sensiblen Daten teilt und speichert, sollte allerdings auch genau darauf achten, wo Unternehmen diese Werte speichern und wie damit umgegangen wird», erklärte Schweikert.

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