Ukraine zwischen Angriffen und Unterstützung
Die Ukraine wurde erneut Ziel russischer Angriffe. Neben militärischen Zielen geraten auch Kulturgüter und diplomatische Initiativen in den Fokus.

In Kyjiw lösten russische Raketenangriffe in der Nacht erneut Luftalarm aus und sorgten für erhebliche Unsicherheit unter der Bevölkerung. Zahlreiche Bewohner suchten Schutz in Bunkern, U-Bahn-Stationen und anderen Schutzräumen der Hauptstadt während der nächtlichen Angriffe.
Russland beschuldigte die Ukraine zugleich eines tödlichen Drohnenangriffs in der Grenzregion Brjansk mit mehreren verletzten Personen. Die ukrainische Armee wies die Vorwürfe zurück und sprach von unbegründeten Anschuldigungen aus Moskau ohne tatsächliche Grundlage.
Auch die Europäische Union berät über den künftigen Schutz ukrainischer Geflüchteter innerhalb ihrer Mitgliedstaaten für längere Zeit. Wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet, werden mögliche Ausnahmen für wehrfähige Männer bei neuen Regelungen derzeit diskutiert.
Ukraine und bedrohtes Kulturerbe
Neben Wohngebieten gerieten zuletzt auch bedeutende Kulturstätten in mehreren ukrainischen Städten verstärkt ins Visier russischer Angriffe. Besonders betroffen war die historische Pechersk-Lawra, die zu den wichtigsten religiösen und kulturellen Orten des Landes zählt.
Eine Drohne beschädigte die Mariä-Entschlafens-Kathedrale innerhalb des UNESCO-geschützten Klosterkomplexes in Kyjiw während eines grossangelegten Angriffs. Kunstwerke, Ikonen und weitere wertvolle Kulturgüter konnten nach offiziellen Angaben rechtzeitig vor grösseren Schäden gesichert werden.
Weitere Schäden wurden aus Charkiw, Dnipro und Kyjiw nach russischen Angriffen auf unterschiedliche kulturelle Einrichtungen gemeldet. Das «ZDF» schildert zudem Angriffe auf Museen, Konzertsäle und ein traditionsreiches ukrainisches Filmstudio mit Kulturbedeutung.
Internationale Reaktionen auf Ukraine-Krieg
Die G7-Staaten bekräftigten ihre Unterstützung für die Ukraine bei ihrem jüngsten Gipfeltreffen in Frankreich mit deutlichen Zusagen. Geplant sind zusätzliche Luftabwehrsysteme, weitere Abfangraketen und neue Sanktionen gegen Russland zur Erhöhung des politischen Drucks.

Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm an den Beratungen als Gast teil und warb für weitere internationale Unterstützung. Anschliessend führte er Gespräche mit mehreren wichtigen internationalen Partnern über die weitere militärische und politische Zusammenarbeit.
Nach Angaben des «Spiegel» telefonierte Selenskyj mit Donald Trump und Emmanuel Macron nach dem Ende des Gipfels. Er bezeichnete den Austausch als wichtigen Schritt für die weitere internationale Abstimmung in einer angespannten Sicherheitslage.












