Die russische Luftwaffe leide im Ukraine-Krieg unter Personalmangel, vermutet der britische Geheimdienst anhand von Aussagen eines gefangengenommenen Piloten.
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Der Mikoyan MiG-31 Abfangjäger der russischen Luftwaffe wird im Ukraine-Krieg eingesetzt. (Archivbild) - sda - Keystone/AP/Pavel Golovkin

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut dem britischen Geheimdienst hat die russische Luftwaffe nicht genügend Personal.
  • Aussagen eines gefangengenommenen Piloten lassen dies annehmen.

Die russische Luftwaffe dürfte im Ukraine-Krieg nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten unter Personalmangel leiden.

Das legten Äusserungen eines kürzlich in Gefangenschaft geratenen russischen Kampfflugzeug-Piloten nahe, der angab, im Dienst der Söldnertruppe Wagner zu stehen. So ging es aus einer Mitteilung auf der Webseite des Verteidigungsministeriums am Freitag in London hervor.

Die russische Luftwaffe habe wahrscheinlich Schwierigkeiten, «die Invasion in die Ukraine mit ausreichender Flugzeugbesatzung zu unterstützen», so die Mitteilung. Das zeige «der Einsatz von bereits ausgeschiedenem Personal bei der engen Luftunterstützung, das nun bei Wagner unter Vertrag steht».

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor rund vier Monaten veröffentlicht die britische Regierung regelmässig Geheimdienstinformationen zum Verlauf. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor.

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