Ukraine Krieg: Scholz kündigt weitere deutsche Waffenlieferung an

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    Olaf Scholz, der deutsche Bundeskanzler, hat weitere Waffenlieferungen an die Ukraine angekündigt. Er weist zurück, dass er im Ukraine-Krieg zögerlich sei.

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    Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (Archivbild). - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Deutsche Bundeskanzler kündigt eine weitere Waffenlieferung an die Ukraine an.
    • Die Möglichkeiten der Bundeswehr seien jedoch laut Olaf Scholz begrenzt.
    • Er weist Vorwürfe zu Zögerlichkeit zurück.

    Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Lieferung weiterer Waffen an die Ukraine angekündigt. «Die Möglichkeiten der Bundeswehr, aus ihrem Arsenal weitere Waffen zu liefern, sind weitgehend erschöpft. Was noch verfügbar gemacht werden kann, liefern wir aber auf jeden Fall noch», sagte der deutsche Regierungschef dem «Spiegel». Scholz nannte hierbei Panzerabwehrwaffen, Panzerrichtminen und Artilleriemunition.

    Mit der deutschen Industrie sei eine Liste von militärischer Ausrüstung erstellt worden, die rasch lieferbar sei. Sie sei mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium besprochen. «Wie bisher also Verteidigungswaffen und Mörser für Artilleriegefechte.»

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    Der deutsche Bundeskanzler Scholz lehnt es ab, russische Waffen über der Ukraine abzuschiessen. (Archivbild) - Lisi Niesner/Reuters/Pool/dpa

    Truppentransporter und Artillerie seien schnell einsetzbar, sagte Scholz in dem am Freitag veröffentlichen Interview. Kurzfristig seien Waffen aus ehemaligen sowjetischen Beständen am sinnvollsten, mit denen die Ukrainer gut vertraut seien. Mittelfristig werde Deutschland der Ukraine dabei helfen, ihre Verteidigungsfähigkeit auszubauen, «auch mit westlichen Waffen».

    Scholz weist Vorwürfe zu Zögerlichkeit bei Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg zurück

    Scholz wies den Vorwurf zurück, er sei in der Frage zu zögerlich oder äussere sich widersprüchlich. «Für Deutschland war es ein tiefgreifender Kurswechsel, als ich angekündigt habe, Waffen in dieses Kriegsgebiet zu liefern», unterstrich der Kanzler. «Viele, die diesen Schritt früher kategorisch abgelehnt haben, überbieten sich jetzt mit Forderungen, noch viel mehr zu liefern. Dies, ohne die genaue Sachlage zu kennen.»

    Scholz sieht auch keinen Anlass, die Russlandpolitik seiner Partei, den Sozialdemokraten, aufzuarbeiten. «Seit Adenauers Zeiten gibt es diese verfälschenden und verleumderischen Darstellungen der Europa- und Russlandpolitik der SPD. Das ärgert mich», sagte der Kanzler dem Nachrichtenmagazin.

    Er betonte: «Ich befürworte jede Diskussion über die künftige Politik. Aber ich weise zurück, dass die Eintrittskarte für eine Debatte eine Lüge ist.»

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