Nach Niederlagen soll Putin vermehrt schlecht ausgebildete Freiwillige in den Ukraine-Krieg schicken. Seinen Donbass-Soldaten brummt er ein Rückzugs-Verbot auf.
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Russische Militärfahrzeuge fahren im Ukraine-Krieg auf einer Strasse im ostukrainischen Gebiet Donezk. - Alexei Alexandrov/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Seit der Niederlage in Charkiw übergeht Putin hohe militärische Kommandos.
  • Der russische Präsident schickt vermehrt schlecht ausgebildete Freiwillige in den Krieg.
  • Ausserdem soll er den Soldaten im Donbass ein Rückzugs-Verbot erteilt haben.

Die Gegenoffensive läuft: Seit mehreren Tagen gelingt es der Ukraine, von den Russen besetzte Gebiete zurückzuerobern. Russland seinerseits kämpft mit Rückschlägen, oft bleibt den russischen Soldaten nur noch die Flucht.

Die Ukraine spottet über die überstürzte Flucht der Russen. - Twitter /@DefenceU

Spätestens seit der Niederlage in Charkiw handelt Putin nahezu im Alleingang: Der russische Präsident übergehe das höhere militärische Kommando und die Führung des Verteidigungsministeriums. Das berichtet das «Institute for the Study of War» (ISW).

Das könnte laut dem ISW der Grund dafür sein, warum schlecht vorbereitete Freiwillige anstelle von Soldaten im Ukraine-Krieg eingesetzt werden. Denn normalerweise dienen diese als Reserve für die regulären Kampfeinheiten.

Im Ukraine-Krieg: Gegenoffensive der Ukraine erwartet

Wegen der ukrainischen Gegenoffensiven gelten neu auch Knallhart-Regeln: Das russische Militärkommando soll den im Donbass kämpfenden Soldaten ein Rückzugsverbot erteilt haben. Unabhängig davon, wie sich der Krieg entwickeln wird.

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Russische Soldaten bewachen ein Elektrizitätswerk in Cherson. (Archiv)
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Russische Soldaten vor einem Getreide-Lager in Melitopol. Russland kann wohl keine neuen Truppen mehr in die Ukraine schicken (Symbolbild).
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Russische Soldaten in der eroberten Stadt Melitopol.
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Wladimir Putin übergeht das höhere militärische Kommando.

Nach Angaben des ISW könnte dies bedeuten, dass Russland mit einer weiteren Gegenoffensive der Ukraine rechnet. Auch könnte dies auf ein Misstrauen in die Kampffähigkeit der Donbass-Soldaten hindeuten.

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