Russland wirft der Ukraine vor, fehlende Bewegung in den Friedensverhandlungen zu zeigen. Die Ukraine hingegen spricht davon, dass Moskau Angebote ignoriere.
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Gespräche zwischen einer ukrainischen und einer russischen Delegation. (Archivbild) - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland gibt der Ukraine die Schuld an den nicht vorankommenden Friedensverhandlungen.
  • Die Ukraine ändere ständig ihren Standpunkt und drohe mit Gesprächsabbrüchen.
  • Die Ukraine wirft Russland hingegen vor, Angebote aus Kiew zu ignorieren.

Russland hat der Ukraine die Schuld an fehlender Bewegung in den Friedensverhandlungen nach mehr als zwei Monaten Krieg gegeben. «Auf dem Verhandlungsweg kann man nach wie vor kaum von Dynamik sprechen, im Gegenteil», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge.

Das liege daran, dass die ukrainische Führung ständig ihren Standpunkt ändere. Zudem drohe sie immer wieder damit, aus den Gesprächen auszusteigen. «Das gibt kaum Zuversicht, dass der Verhandlungsprozess mit irgendeinem Ergebnis endet», sagte Peskow.

Nach dem vor zehn Wochen von Russlands Präsident Wladimir Putin befohlenen Angriff auf die Ukraine hat der Kreml der ukrainischen Führung schon mehrfach vorgeworfen, die Verhandlungen zu verzögern. Erst am Dienstag beklagte Putin in einem Telefonat mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine «inkonsequente Haltung» der ukrainischen Verhandlungsführer. Kiew wirft Moskau im Gegenzug vor, Verhandlungsangebote im Ukraine-Krieg zu ignorieren.

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