Ein 21-jähriger Russe wurde im Ukraine-Krieg als Kriegsverbrecher identifiziert. Er soll ein Mädchen vergewaltigt und dessen Familie bedroht haben.
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Russische Soldaten in der Region Kiew. (Archivbild) - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 21-jähriger Russe soll in der Region Kiew ein Mädchen vergewaltigt haben.
  • Die Ukraine veröffentlicht Bilder des beschuldigten Kriegsverbrechers.
  • Aktuell soll er im Donbass kämpfen.

Die Ukraine hat laut eigenen Angaben bereits 1140 russische Soldaten identifiziert, die im Ukraine-Krieg Kriegsverbrechen begangen haben sollen. Einer davon ist der erst 21-jährige Fassakhov Bulat Lenarowitsch. Er soll zusammen mit seiner Einheit in der Region um Kiew im Einsatz gestanden haben, teilt der Inlandgeheimdienst SBU mit. Dort soll er ein Mädchen vergewaltigt haben.

Im detaillierten Bericht steht, dass der Mann aus Zentralrussland bei Kiew in ein Haus eingebrochen sei. Er habe die dort wohnende Familie vom Mädchen getrennt und unter Morddrohungen in den Keller gesperrt. Anschliessend habe er sich am «jungen Mädchen» vergangen, bevor weitere Kameraden selbiges taten.

Zeugen haben den Mann laut dem SBU identifiziert. Ihm werden in der zweitweise besetzten Region weitere Kriegsverbrechen zur Last gelegt. Der Geheimdienst weiss aktuell nicht, wo sich Lenarowitsch aufhält. Es wird vermutet, dass er und seine Einheiten im Ukraine-Krieg in den Donbass verlegt worden seien.

Vadim Shishimarin
Vadim Shishimarin steht wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg vor einem ukrainischen Gericht. - Keystone

Mit Vadim Shishimarin steht aktuell ein anderer russischer Soldat vor einem ukrainischen Gericht. Ihm wird vorgeworfen, einen unbewaffneten Mann in der Region Sumy erschossen zu haben. Er hat sich schuldig bekannt.

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