Ukraine Krieg – IAEA-Chef: Tschernobyl-Einnahme war «gefährlich»

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    Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nennt die vorübergehende Einnahme Tschernobyls durch Russland im Ukraine-Krieg «sehr, sehr gefährlich».

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    IAEA-Chef Rafael Grossi nennt die Tschernobyl-Einnahme im Ukraine-Krieg «gefährlich». - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der IAEA-Chef bezeichnet die vorübergehende Einnahme Tschernobyls als «sehr gefährlich».
    • Die EU warnt zudem zum Jahrestags des Unglücks in Tschernobyl vor einer neuen Katastrophe.

    Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat bei einem Besuch der Atomruine Tschernobyl in der Ukraine die vorübergehende Übernahme der Anlage durch russische Streitkräfte als «sehr, sehr gefährlich» bezeichnet.

    «Es gab einige Momente, in denen die Werte aufgrund der Bewegung der schweren Waffen, die die russischen Streitkräfte hierher brachten, gestiegen sind», sagte Grossi vor Ort am Dienstag, dem 36. Jahrestag der Atomkatastrophe.

    Zudem seien die Werte verändert gewesen, als die Truppen wieder abzogen. Nun seien die Strahlungswerte aber wieder «normal».

    EU warnt vor neuer Katastrophe im Ukraine-Krieg

    Die russischen Streitkräfte hatten im Ukraine-Krieg am 24. Februar, dem ersten Tag ihres Angriffs, die Kontrolle über die Atomruine übernommen. Ende März zogen sie sich von dem Gelände wieder zurück. Grossi war angesichts der durch den russischen Angriffskrieg ausgelösten Sorgen um die Sicherheit der ukrainischen Reaktoren bereits Ende März in die Ukraine gereist.

    Im Atomkraftwerk Tschernobyl hatte sich am 26. April 1986 das schlimmste Atomunglück der Geschichte ereignet. Das Kraftwerk ist seither stillgelegt, ein riesiger Schutzmantel soll den Austritt von Radioaktivität verhindern.

    Ukraine-Krieg
    Ein Gerüst deckt den zerstörten Reaktor in Tschernobyl ab. Es war im Ukraine-Krieg kurrzeitig von russischen Truppen eingenommen worden. - Keystone

    Die EU warnte am Jahrestag vor einer neuen atomaren Katastrophe in Europa durch den Krieg Russlands in der Ukraine. «Heute gefährdet Russlands illegale und ungerechtfertigte Aggression in der Ukraine erneut die nukleare Sicherheit auf unserem Kontinent», erklärte die Europäische Kommission.

    «Die Besetzung und die Unterbrechung des normalen Betriebs untergraben den sicheren Betrieb der Kernkraftwerke in der Ukraine und erhöhen das Risiko eines Unfalls erheblich», hiess es weiter.

    Moskau wurde in der Erklärung auch aufgefordert, die Kontrolle über das besetzte Kernkraftwerk Saporischschja an die ukrainischen Behörden zurückzugeben. Das grösste Kernkraftwerk Europas war im Ukraine-Krieg von Russland eingenommen worden.

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