Die offensive gegen kurdische Milizen im Irak und in Syrien setzt die Türkei fort. Man habe bislang fast 500 Kämpfer «neutralisiert».
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Ankara setzt die Offensive gegen die kurdische Miliz YPG fort. - afp
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Das Wichtigste in Kürze

  • Das türkische Militär setzt die Offensive gegen kurdische Milizen in Syrien und Irak fort.
  • Bislang habe man fast 500 gegnerische Kämpfer «neutralisiert».
  • Seit zwei Wochen geht die Türkei gegen die Kurdenmiliz YPG und die Partei PKK vor.

Das türkische Militär hat bei seiner Offensive gegen kurdische Milizen in Syrien und im Irak nach eigenen Angaben bislang fast 500 gegnerische Kämpfer «neutralisiert». In der Regel meint die Regierung in Ankara mit dem Begriff, dass Menschen getötet, verletzt oder gefangen genommen wurden.

Verteidigungsminister Hulusi Akar bezeichnete die Operation als «grossen Erfolg». «491 Terroristen wurden neutralisiert», sagte er am Freitag in der westtürkischen Provinz Canakkale.

Seit knapp zwei Wochen geht die Türkei im Nordirak und in Nordsyrien mit Luftangriffen gegen die syrische Kurdenmiliz YPG und die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor, die die Türkei als Terrororganisationen bekämpft. Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte zudem eine Bodenoffensive in Nordsyrien an.

Vier Militäroffensiven in Nordsyrien seit 2016

Ankara macht beide Gruppen für einen Anschlag auf der Istanbuler Einkaufsstrasse Istiklal Mitte November verantwortlich, bei dem sechs Menschen starben und mehr als 80 verletzt wurden. YPG und PKK hatten dies jedoch zurückgewiesen. Seit 2016 hat die Türkei vier Militäroffensiven in Nordsyrien geführt.

Die USA sehen die YPG als Partner im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien. Deren Zellen sind im Land noch immer aktiv. Akar forderte die Nato-Verbündeten einschliesslich der USA auf, «ihre Unterstützung für Terroristen einzustellen» und drohte erneut damit, eine Bodenoffensive «zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort» voranzutreiben.

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