Preis für europäisches Erdgas steigt - Iran verstärkt Angriffe

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Niederlande,

Der Preis für europäisches Erdgas steigt nach einer Ausweitung der Angriffe des Iran auf die Energiewirtschaft in der Region am Persischen Golf.

Seit Beginn des Iran-Kriegs hat sich europäische Erdgas um mehr als 60 Prozent verteuert. (Archivbild)
Seit Beginn des Iran-Kriegs hat sich europäische Erdgas um mehr als 60 Prozent verteuert. (Archivbild) - KEYSTONE/DPA/HAUKE-CHRISTIAN DITTRICH

An der Börse in Amsterdam legte die Notierung für den richtungweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat im frühen Handel um mehr als zwei Prozent auf 52,10 Euro je Megawattstunde (MWh) zu. Der jüngste Anstieg des Gaspreises wird nach Einschätzung von Experten das Anlegen von Vorräten für den kommenden Winter erschweren.

Zuletzt hat der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf verstärkt. Der Betrieb eines Erdgasfeldes in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde eingestellt, während die Behörden die Schäden durch einen Drohnenangriff begutachteten.

Die Angriffe Teherans intensivieren sich zu einem Zeitpunkt, an dem sich Sorgen vor Lieferengpässen verstärken, nachdem der Krieg im Nahen Osten in seine dritte Woche geht.

Die starken Einschränkungen des Schiffsverkehrs durch die Strasse von Hormus am Persischen Golf beginnen sich vor allem auf Verbraucher in Asien auszuwirken, die auf Lieferungen aus der Golfregion besonders angewiesen sind und zuletzt auch auf dem europäischen Markt verstärkt Gas nachfragten.

Mit dem aktuellen Preisanstieg hat sich europäisches Erdgas seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran um mehr als 60 Prozent verteuert. Wegen des Preissprungs wird die Wiederbefüllung der deutschen Gasspeicher in diesem Jahr nach Einschätzung von Speicherbetreibern eine grosse Herausforderung.

Nach Einschätzung der Initiative Energien Speichern (Ines) fehlen dem Markt derzeit jegliche ökonomischen Anreize zur Einspeicherung von Gas in die Speicher. Vor dem Hintergrund der historisch niedrigen Ausgangsfüllstände nach dem Winter stelle dies ein erhebliches Risiko für die Vorbereitung der kommenden Winterversorgung dar.

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Kommentare

User #3892 (nicht angemeldet)

Und D hat AKW abgeschaltet und verstromt teures Gas LOL

User #2352 (nicht angemeldet)

Nur ca 20% des Öl und Erdgas durch die Straße von Hormuz! Und die ganze Weltwirtschaft fällt zusammen! Was ist mit den restlichen 80%?

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