Trump lobt Ungarns Orban als «grossen Anführer»

Dennis Kittler
Dennis Kittler

USA,

US-Präsident Trump bezeichnete Orban in Washington als «grossen Anführer» und gewährt Ungarn trotz Sanktionen Ausnahmen bei russischem Öl- und Gasimport.

Trump Ungarn
US-Präsident Donald Trump (links) lobte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban als «grossen Anführer». - keystone

US-Präsident Donald Trump hat Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, als «grossen Anführer» gelobt. Trump empfing Orban am Freitag in Washington.

Der US-Präsident forderte Europa auf, Ungarn mehr Respekt zu zeigen, berichtet die «Tagesschau». Er betonte Orbans klare Haltung zur Einwanderung und nannte ihn einen engen Verbündeten in der EU.

Orban sieht sich selbst ebenfalls als enger Partner Trumps und pflegt auch Verbindungen zu Russlands Präsidenten Putin. In dem Gespräch waren Russlands Energiepolitik und der Ukraine-Konflikt zentrale Themen.

Trump gewährt Ungarn Ausnahmeregelung bei Öl-Sanktionen

Trump stellte Ungarn eine einjährige Ausnahmeregelung bei Sanktionen gegen russisches Öl und Gas in Aussicht. Diese steht in unmittelbarem Gegensatz zur harten EU-Linie.

Findest du es gut, dass Ungarn sich nicht an die Sanktionen gegen Russland halten muss?

Die Ausnahmeregelung für Ungarn ist politisch auch vor dem Hintergrund der bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn bedeutend. Experten sehen darin ein Signal Trumps, Orban gegen den Druck der EU zu unterstützen.

Tankstelle von Ölfirma Gazprom Neft in Moskau
Ungarn darf weiter russisches Öl beziehen, entschied Trump. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Diese sieht Orbans Vetopolitik bei EU-Sanktionen gegen Russland kritisch. Trump machte derweil klar, dass er Orbans politischen Kurs und seine Wiederwahl unterstützt, so «Euronews».

Ukraine-Gipfel könnte weiter in Budapest stattfinden

Weiterhin wurde über einen Gipfel in Budapest zur Beilegung des Ukraine-Kriegs gesprochen. Trump hält die Hauptstadt von Ungarn weiterhin für einen guten Ort für ein solches Treffen, berichtet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Trump und Orban distanzierten sich klar von der von der EU geforderten harten Haltung gegen Russland. Orban wird als Brücke zwischen Moskau und dem Westen gesehen, während Trump versuchte, zwischen beiden Seiten zu vermitteln.

Kommentare

User #3382 (nicht angemeldet)

Das wird dem Schauspieler im Norden gar nicht passen

User #6350 (nicht angemeldet)

Viktor Orbán hat Ungarn in eine Abhängigkeit geführt, die als nationale Stärke verkauft wird. Mit dem russischen Atomkraftwerk Paks II hat er den strategischen Fehler seiner Amtszeit begangen: Russland finanziert 80 Prozent der Kosten über einen Staatskredit von zehn Milliarden Euro – Ungarn trägt die Schulden, Russland behält Kontrolle über Technik, Brennstoff und Wartung. Damit gehört das Kraftwerk zwar formal Ungarn, faktisch aber Russland. Orbán nennt das Energie-Souveränität, doch es ist eine Kette aus Schulden und Abhängigkeit. Moskau verfolgt damit ein klares Konzept: wirtschaftliche Bindung schafft politische Loyalität. Ungarn kann Russland künftig weder politisch noch energiepolitisch widersprechen, ohne sich selbst zu schaden. Orbán hat seinem Land keine Unabhängigkeit gesichert, sondern es zu einem trojanischen Pferd innerhalb der EU gemacht – finanziell gebunden, politisch erpressbar und langfristig isoliert von den europäischen Werten, denen es einst beitrat.

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