Touristin lässt Tochter (5) tagelang bei Fremden im Hotel

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Spanien,

    Eine Mutter liess ihre Tochter bei Fremden im Hotel auf Mallorca. Tagelang betrank sie sich, ohne sich um das fünfjährige Mädchen zu kümmern.

    Mallorca
    Für eine Touristin wichtiger als das eigene Kind: das Bier am Pool. (Symbolbild) - pexels

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Mallorca-Touristin liess ihre Tochter tagelang bei Fremden im Hotel.
    • Sie betrank sich in dieser Zeit, das Hotelpersonal schenkte ihr nichts mehr aus.
    • Die Mutter wurde verhaftet, das Mädchen vom Vater nach Hause gebracht.

    Ferien mit einem Kind sind anders als Ferien ohne Kind. Doch einer Mutter gefiel dies nicht sonderlich: Sie liess ihre fünfjährige Tochter tagelang bei Fremden im Hotel, um sich zu besaufen. Darüber berichtet die «Mallorca Zeitung».

    Die 45-Jährige verbrachte die Ferien mit der Tochter in Manacor auf Mallorca. Im Hotel lernte das Mädchen eine Gleichaltrige kennen und spielte mit ihr. Die Mutter liess die Tochter bei der anderen, ihr fremden Urlauberfamilie, um selbst literweise Bier zu trinken.

    mallorca
    Die Mutter wurde wegen der Vernachlässigung von Schutzbefohlenen verhaftet. (Symbolbild) - keystone

    Mehrere Tage tat sie dies und war jeweils stark betrunken. Die Hotelangestellten entschieden dann, ihr keinen Alkohol mehr auszuschenken, woraufhin sich die Mutter in einem Supermarkt eindeckte.

    Die ganze Zeit kümmerte sich die andere Familie um die Tochter. Sie gab ihr zu essen, passte auf sie auf, wenn sie im Pool war, und kaufte ihr sogar Schwimmhilfen. Irgendwann hatte die Familie aber genug, sie rief die Polizei.

    Waren Sie schon mal auf Mallorca in den Ferien?

    Polizisten tauchten dann auf und klopften an die Hotelzimmertüre der Mutter. Sie weigerte sich anfänglich, zu öffnen. Als sie schliesslich nachgab, war sie so betrunken, dass sie kaum stehen konnte. Sie wurde dann wegen der Vernachlässigung von Schutzbefohlenen festgenommen.

    Das Mädchen wurde zuerst in eine staatliche Auffangstation gebracht. Am nächsten Tag reiste der Vater nach Mallorca, holte sein Kind ab und holte es nach Hause.

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