Tödlicher Stromschlag in Arztpraxis wegen Handwerkspfusch

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    Ein Arzt stirbt in seiner Praxis, Kinder müssen von der Feuerwehr gerettet werden. Und alles, weil Türen unter Strom stehen. Die Polizei ist bei Ermittlungen nun einen wichtigen Schritt weiter.

    Bestatter bringen nach dem tödlichen Unfall Mitte April einen Leichnam aus der Arztpraxis in Bremen. Foto: Christian Butt/Kai Moorschlatt/Nord-West-Media /dpa
    Bestatter bringen nach dem tödlichen Unfall Mitte April einen Leichnam aus der Arztpraxis in Bremen. Foto: Christian Butt/Kai Moorschlatt/Nord-West-Media /dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein tödlicher Stromschlag in einer Bremer Arztpraxis ist den Ermittlungen zufolge durch unsachgemässe Handwerksarbeiten verursacht worden.

    Aufgrund dieser Erkenntnisse ermittelten Polizei und Staatsanwaltschaft nun wegen fahrlässiger Tötung, teilte die Polizei am Mittwoch in der Hansestadt mit. In der Praxis hatte ein 53 Jahre alter Arzt am 14. April einen Türgriff berührt und einen tödlichen Stromschlag erlitten. Auch eine Praxismitarbeiterin und ein Feuerwehrmann wurden verletzt.

    Die Praxis war vor einem Neubezug im Februar renoviert worden. Bei den Ermittlungen massen Fachleute den Stromfluss in Wänden und Türen. Den Angaben nach stellte sich heraus, dass in mehreren Türen Strom durch die Metallzargen floss. Frische Farbe habe die Metallrahmen zunächst isoliert. Als die Türen jedoch häufiger benutzt wurden, blätterte die Farbe ab und verlor ihre isolierende Wirkung. So kam es zu dem Stromschlag. Die Polizei ermittele nun, welche Handwerker bei der Sanierung welche Arbeit geleistet haben.

    In der Arztpraxis spielten sich bei dem Unfall dramatische Szenen ab. Eine 37 Jahre alte Mitarbeiterin wurde ebenfalls verletzt. Ein Feuerwehrmann (32), der zu Hilfe kam, erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste reanimiert werden. In einem Raum waren acht Kinder; und es bestand der Verdacht, dass die Tür dorthin ebenfalls unter Strom steht. Die Kinder wurden aufgefordert, sich von der Tür fernzuhalten. Sie wurden dann von aussen über eine Drehleiter der Feuerwehr in Sicherheit gebracht.

    Mehrere Personen, die Zeuge des Unfalls waren, mussten psychologisch betreut werden. Dazu zählte auch die Tochter des getöteten Arztes.

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