Tierärztin: «Sonst wäre Timmy schon tot»
Die Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal Timmy wurde vorbereitet. Möglicherweise geht es heute Samstag los.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit über zwei Wochen ist Wal Timmy in der Ostsee gestrandet.
- Am Freitag wurde die Rettungsaktion vorbereitet, heute geht es möglicherweise los.
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Der gestrandete Buckelwal Timmy soll gerettet werden. Die Arbeiten der privaten Aktion begannen am Freitag mit Probespülungen.
Der Plan sieht vor, das Tier mit Luftkissen anzuheben und freizuspülen. Anschliessend soll es auf eine an Flossen befestigte Plane gelegt und so in die Fahrrinne gebracht werden. Mehrere Umweltschutzorganisationen kritisieren, dass erneut versucht werden soll, das schwer verletzte Tier zu retten.
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Tierärztin: «Sonst wäre Timmy schon tot»
17.55: Bei einer Pressekonferenz am Samstagabend gibt Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert ein Update zu Timmy. «Es geht weiter. Im Hintergrund werden Vorbereitungen gemacht.»
Es sei aber sehr schwierig, weil jeder Schritt genehmigt werden müsse. Sie gibt Hoffnung: «Das ist kein Todeskampf. Wir machen das Beste für den Wal. Das kann ich allen versichern.»
Die gesichteten Bewegungen am Freitag seien «keine letzten Zuckungen». Weiter sagt sie: «Sonst wäre er schon tot. Der Wal hat eine gute Chance.»
Rettungsversuch zieht sich in die Länge
16.25: Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals zieht sich in die Länge. Seit drei Tagen laufen die Arbeiten einer privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte.

«Es läuft eigentlich soweit ganz gut», sagte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir sind ja am Beginn des Prozesses.» Ursprünglich war jedoch für den Fall eines erfolgreichen Verlaufs des Rettungsplan für Freitag der Transport gen Nordsee geplant gewesen.
Kaum Details zu Arbeiten bekannt
16.15: Eine schwimmende Arbeitsplattform näherte sich teils ein Stück dem Wal an, blieb aber noch auf einigem Abstand. Der Greifarm des Baggers bewegte sich.
Am Nachmittag wurde eine Art grosser Schlauch ins Wasser gelassen, Lärm war zu hören und Wasser wurde aufgewirbelt. Offenbar handelt es sich um probeweise Spülungen. Nach früheren Angaben soll im Bereich des Wals weggespült werden, um diesen dann mit Luftkissen anzuheben.
Der beauftragte Tauchunternehmer Fred Babbel hatte bereits am Freitag angekündigt, dass Pumpen zu Wasser gelassen werden, um damit zu beginnen, zu spülen. Dies sollte demnach zunächst in etwas weiterer Entfernung erfolgen. Damit sollte laut Babbel die Reaktion des Tieres getestet werden. «Wenn das alles gut läuft, werden wir uns dann dichter nähern.»
Initiatoren: Wal-Rettungs-Team soll in Ruhe arbeiten
15.25: Die Initiatoren für den derzeit laufenden Wal-Rettungsversuch vor Poel können nach eigener Aussage aktuell keine detaillierten Angaben zum Fortschritt machen – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann.
«Es läuft eigentlich soweit ganz gut», sagte Mediamarkt-Gründer Walter Gunz, der die Aktion zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert finanziert, der Deutschen Presse-Agentur.

Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, um nicht zu viel Unruhe in die Aktion zu bringen, so Gunz. Walter-Mommert sagte der dpa: «Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können.»
Sie verwies auf nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden. Das sorge intern für viel Arbeit. So müsse etwa das Aufbringen von Tüchern mit Zinksalbe gegen die Hautprobleme des Wals jeden Tag neu beantragt und genehmigt werden.
Sonderregelung für Tierärztin aus Hawaii
15.20: Nach Aussage einer Sprecherin des Schweriner Umweltministeriums bemühen sich die Behörden um schnelle Abstimmungen. So habe etwa die von der Initiative aus Hawaii hinzugezogene Tierärztin Jenna Wallace zwar keine Berufserlaubnis in Deutschland. Dieses Problem habe man aber schnell gelöst.
Sie habe eine vorübergehende Erlaubnis zur Ausübung des tierärztlichen Berufes erhalten. Dabei handle es sich um eine Sonderregelung für Tierärzte aus dem Ausland.
Auch die Liste mit den Menschen, die für die Aktion in den eingerichteten Sperrbereich zum Wal gelassen werden, werden laut Sprecherin durch die Ordnungsbehörden zügig angepasst. Diese ändere sich häufig, weil Menschen hinzukämen oder abgezogen würden.
Klohäuschen aus alten Fischernetzen im Wal-Rettungseinsatz
12.36: Dem vor Poel gestrandeten Wal haben auf seinen Irrwegen in der Ostsee auch Fischernetze zu schaffen gemacht. Wiederholt hatte er sich in Stellnetzen verfangen. Bei dem von einer Privatinitiative organisierten Rettungsversuch für das Tier kommen nun recycelte Fischernetze zum Einsatz – in Form einer mobilen Toilette.

Diese verluden Arbeiter am Samstag im Hafen von Kirchdorf auf ein Boot und fuhren zur Arbeitsplattform in der Nähe des Wals. Offenbar dient sie als Toilette für die dortigen Helfer. Ein Schriftzug auf dem Häuschen verrät: «Ich bestehe zum Teil aus recycelten Fischernetzen.»
Tücher für den Wal – Arbeitsplattform fährt Richtung Tier
11.57: Im Rahmen eines privat organisierten Rettungsversuches für den vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal ist die dafür nötige Schwimmplattform mit Bagger erneut in der Nähe des Tieres gefahren. Begleitet wurde die langsame Fahrt von mehreren DLRG-Schlauchbooten, wie aus den Livestreams verschiedener Medien hervorgeht.
Währenddessen haben mehrere Helfer, die auf Schwimmbrettern sassen und im Wasser standen, wieder feuchte Tücher auf den Rücken des Säugetiers gelegt, um dessen Haut zu schützen. Es ist der dritte Tag des Rettungsversuches.
Wal Timmy hungert seit Wochen
10.12: Auch wenn die private Rettungsaktion erfolgreich sein sollte, sind die Überlebenschancen des Tieres laut Greenpeace gering. Das gelte erst recht für die Möglichkeiten des Wals im Atlantik – sollte er dorthin gelangen.
Der tonnenschwere Meeressäuger ist durch verschiedene Faktoren geschwächt. Er könne aktuell keine Nahrung aufnehmen und hungere, weshalb sein Ernährungszustand entsprechend schlecht sei, sagte ein Umweltschützer.

Hinzu komme, dass er vermutlich Reste eines Netzes im Maul habe. «Wir wissen nicht, was mit dem Netz ist. Möglicherweise ist es in die Haut eingewachsen oder er hat Teile verschluckt.»
Vorbereitungen für Walrettung gehen weiter
07.21: Die private Rettungsinitiative für den vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwal will ihre Arbeit am Samstagmorgen fortsetzen. Am Freitag waren bereits erste Probespülungen gemacht und weiteres Material herbeigeschafft worden.
Bereits da war jedoch schon klar: «Wir sind einen Tag hinten dran», sagte der Mediamarkt-Gründer Walter Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Er finanziert zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die Aktion. Der geschwächte Wal liegt am Samstag bereits den 19. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht.
Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.










