Prozess gegen mutmasslichen Halle-Attentäter könnte Mitte November enden

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    Deutschland,

    Im Prozess um den Anschlag auf die Synagoge in Halle könnte Mitte November das Urteil gesprochen werden.

    Seit Juli läuft Prozess gegen mutmasslichen Halle-Attentäter
    Seit Juli läuft Prozess gegen mutmasslichen Halle-Attentäter - POOL/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Stephan B. seit Juli wegen Anschlags auf Synagoge vor Gericht.

    Abhängig von weiteren Beweisanträgen könnten am 17. November die Plädoyers gehalten werden, wie das Oberlandesgericht Naumburg am Montag mitteilte. Bislang sind mögliche Fortsetzungstermine bis Dezember eingeplant. Es ist aber unklar, ob diese benötigt werden. Für die kommenden Prozesstage sind weitere Zeugen und Sachverständige geladen.

    Der Prozess gegen den mutmasslichen Halle-Attentäter Stephan B. hatte im Juli begonnen. Ihm werden unter anderem zweifacher Mord, mehrfacher Mordversuch und Volksverhetzung sowie weitere Straftaten zur Last gelegt.

    B. soll am 9. Oktober vergangenen Jahres während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht haben, bewaffnet in die Synagoge in Halle einzudringen und die dort versammelten Menschen zu töten. Als ihm dies nicht gelang, erschoss der 28-Jährige auf offener Strasse eine zufällig vorbeilaufende Passantin, drang anschliessend in einen Dönerimbiss ein und tötete dort einen Mann.

    Auf seiner Flucht durch den Saalekreis verletzte er zwei weitere Menschen schwer. Seine Taten filmte der mit mehreren Waffen und Sprengstoff ausgerüstete B. und stellte die Aufnahmen live ins Netz. Die rechtsextremistische Gewalttat löste in Deutschland und weltweit Entsetzen aus. B. räumte die Tatvorwürfe zum Prozessauftakt grundsätzlich ein.

    Laut der Anklage der Bundesanwaltschaft handelte B. aus einer antisemitischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Gesinnung heraus. Er habe eine «möglichst grosse Anzahl» der in der Synagoge versammelten 52 Menschen töten wollen. Der Prozess findet aus Sicherheits- und Platzgründen im Landgericht Magdeburg statt.

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