Tankstellenverband erwartet schnellen Spritpreis-Anstieg

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    Drei Monate lang waren die Steuern auf Bezin und Diesel gesenkt. Doch damit ist es ab dem 1. September wieder vorbei.

    Tanken wird wieder teurer:  In der Nacht vom 31. August auf den 1. September endet eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf das von der EU vorgegebene Mindestmass.
    Tanken wird wieder teurer: In der Nacht vom 31. August auf den 1. September endet eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf das von der EU vorgegebene Mindestmass. - Marijan Murat/dpa

    Autofahrer in Deutschland müssen sich mit Ende des sogenannten Tankrabatts auf deutlich höhere Spritpreise einstellen. Der Bundesverband freier Tankstellen (BFT) erwartet ein deutliches Plus in der Nacht zu Donnerstag beziehungsweise in den frühen Morgenstunden des 1. Septembers.

    «Ich gehe davon aus, dass wir da zunächst einen grossen Preisaufschlag sehen», sagte der Verbandsvorsitzende Duraid El Obeid der Deutschen Presse-Agentur. «Im Tagesverlauf und in den kommenden Tagen wird das dann aber sicher wieder etwas abschmelzen, wenn Wettbewerbseffekte einsetzen.»

    Alte Steuersätze nach 1. September

    Der «Tankrabatt» ist eigentlich eine Senkung der Energiesteuern auf Kraftstoffe auf das in der EU zulässige Mindestmass. Sie war vor drei Monaten eingeführt worden, um Autofahrer angesichts insgesamt hoher Energiekosten zu entlasten. Ab Mitternacht am 1. September gelten für Benzin und Diesel wieder die alten Steuersätze. Inklusive Mehrwertsteuer steigt der Preis für Superbenzin der Sorte E10 damit um 35 Cent pro Liter, für Diesel werden pro Liter 17 Cent mehr fällig.

    Die niedrigeren Steuersätze galten allerdings auch für Tankstellenbetreiber - einige dürften am Donnerstag also noch günstig gekauften Sprit vorrätig haben, den sie auch entsprechend günstiger abgeben können. El Obeid geht jedoch von eher leeren Tanks aus. Grund dafür seien vor allem logistische Probleme beim Schienen- und Wassertransport von Kraftstoffen. Ausserdem hätten viele Tankstellenbetreiber bei Einführung des Rabatts Verluste gemacht, weil sie zuvor teuer eingekauftes Benzin sofort nach der Steuersenkung günstig abgegeben hätten, sagte der Verbandsvorsitzende. «Kaufmännisch ist es geboten, diese Verluste jetzt wieder auszugleichen.»

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