Erdbeben

    Stärkstes Erdbeben seit 40 Jahren bei Neapel – Verletzte und Schäden

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Italien,

    Nach dem stärksten Erdbeben seit etwa 40 Jahren rund um die süditalienische Grossstadt Neapel hat es in der Nacht mehrere Nachbeben gegeben.

    Erdbeben Neapel
    Ein Blick auf die Schäden nach einem Erdbeben der Stärke 4,7 in Pozzuoli bei Neapel, Italien, am 1. August 2026. - keystone

    Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) registrierte nach dem Erdstoss am Freitagabend mit einer Stärke von 4,7 zahlreiche Nachbeben bis in den Morgen hinein – darunter ein besonders starkes der Stärke 3,8. Das Epizentrum lag in den Phlegräischen Feldern.

    Der erste Erdstoss und die weiteren Nachbeben waren vor allem in den Ortschaften rund um die Phlegräischen Felder, aber auch in Neapel sowie auf den Inseln Ischia und Procida sehr deutlich zu spüren. Aus Angst verliessen zahlreiche Menschen ihre Häuser und verbrachten die Nacht draussen auf der Strasse. Es kam zudem zu Stromausfällen in einigen betroffenen Gegenden.

    «Das Beben war so stark und anhaltend, dass ich die Wohnungstür nicht einmal öffnen konnte, weil sie klemmte», sagte ein Anwohner der Nachrichtenagentur Ansa. «Nach dem gestrigen Schrecken war es unmöglich, die Nacht zu Hause zu verbringen.» Man sei zwar viel gewöhnt, aber nicht in dieser Stärke, sagte er.

    Nach Angaben der Behörden wurden in der Region 21 Menschen verletzt. Besonders betroffen war die Küstenstadt Pozzuoli. Mauern und Fassadenteile stürzten dort herab, auch Tuffsteinhänge gaben den Stössen nach. Felsbrocken und Trümmerteile beschädigten zudem Autos, an Gebäuden entstanden Schäden. Die Behörden richteten noch am Abend ein Krisenzentrum ein.

    Die Phlegräischen Felder – ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität – werden seit geraumer Zeit von zahlreichen kleinen sowie teils auch stärkeren Erdbeben heimgesucht. Sie sind Europas grösster aktiver Supervulkan. Supervulkane zeichnen sich durch eine besonders grosse Magmakammer und enorme Gewalt aus: Anders als normale Vulkane explodieren Supervulkane regelrecht.

    Seit einiger Zeit rumort es immer wieder in dieser Gegend. Meist sind die Erdstösse allerdings schwächer. Vergangenes Jahr hatte die Regierung in Rom neue Massnahmen und Pläne für eine mögliche Evakuierung von Hunderttausenden auf den Weg gebracht. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni beobachtet nach Angaben ihres Amtssitzes die aktuellen Entwicklungen in dem Gebiet. Sie befinde sich in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden.

    Kommentare

    User #4096 (nicht angemeldet)

    2022 gab es ein Erdbeben der Stärke 4.7 bei Basel, das Epizentrum lag in Mulhouse. Es gab offensichtlich kaum Schäden damals. So muss man davon ausgehen, dass die Schäden auf den Bildern wohl durch Pfusch am Bau entstanden sind. Bei einem wirklich heftigen Beben bei Neapel wird es schreckliche Auswirkungen haben.

    User #4451 (nicht angemeldet)

    Man weiss es schon seit Jahrzehnten. Seit Generationen! Verschliesst aber die Augen, bis es zu spät sein wird. Anschliessend wieder dieses Herumgeheule..! Tja!

    Weiterlesen

    f
    619 Interaktionen
    Rücktritt
    Fähre
    20 Interaktionen
    Pegel tief

    MEHR IN NEWS

    Flydubai
    1 Interaktionen
    Flydubai-Attacke
    Weinfelden TG
    Weinfelden TG
    Speicher AR
    Speicher AR
    Gänsbrunnen SO
    Gänsbrunnen SO

    MEHR ERDBEBEN

    Erdbebendienst
    4 Interaktionen
    Für Bund
    Ayacucho

    MEHR AUS ITALIEN

    Tamoil
    6 Interaktionen
    Rom
    burka
    18 Interaktionen
    Rom
    meloni trump
    6 Interaktionen
    Rom
    Samedan/St. Moritz GR