Rund vier Monate nach dem Fund eines toten sechsjährigen Mädchens nach einem Wohnungsbrand in Baden-Württemberg hat die Staatsanwaltschaft Baden-Baden Mordanklage gegen einen 33-Jährigen erhoben.
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Eine Statue der Justitia. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Mann aus Baden-Württemberg soll Leiche sexuell missbraucht haben.

Der Mann soll das Mädchen, das Übernachtungsgast seines Sohns war, im Dezember mit einem Messer getötet haben, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Anschliessend soll er die Leiche sexuell missbraucht haben.

Konkret wirft ihm die Anklage unter anderem Mord, Störung der Totenruhe, versuchten Mord in vier Fällen und die versuchte Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge vor. Der 33-Jährige soll sich mehrfach und massiv an dem toten Kind vergangen und es unter anderem im Sexualbereich verstümmelt haben. Um die Tat zu verdecken, soll er anschliessend eine Explosion verursacht haben, damit das Haus in Brand gerät.

Dabei habe der Mann gewusst, dass noch vier weitere Verwandte in dem Haus schliefen. Die Bewohner blieben überwiegend unverletzt. Der Sohn des 33-Jährigen erlitt eine Rauchvergiftung. Letztlich soll sich der Mann in suizidaler Absicht selbst Verletzungen zugefügt haben. Über die Eröffnung eines Verfahrens muss das Landgericht Baden-Baden entscheiden.

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