Krieg

Wegen Iran-Krieg: Touristen warten noch auf Rückflug

Keystone-SDA
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Deutschland,

Immer mehr gestrandete Touristen sind aus der Nahost-Region zurück in Deutschland – viele warten aber noch auf einen Flug nach Hause. «Flugzeuge stehen in ausreichender Zahl bereit, entscheidend sind sichere Flughäfen und Luft-Korridore, die die Behörden freigeben», teilte Tui-Chef Sebastian Ebel mit. «Noch konnten leider nicht alle Gäste zurück nach Deutschland reisen, da Luft- und Seewege gesperrt sind.»

Ein Airbus A-380 von Emirates landet nach seinem Flug aus Dubai auf dem Flughafen. Nach wie vor sitzen nach dem Ausbruch des Krieges im Iran in den Golfstaaten zehntausende Touristen fe...
Ein Airbus A-380 von Emirates landet nach seinem Flug aus Dubai auf dem Flughafen. Nach wie vor sitzen nach dem Ausbruch des Krieges im Iran in den Golfstaaten zehntausende Touristen fe... - Keystone/dpa/Boris Roessler

Eine genaue Zahl, wie viele Deutsche wegen des seit einer Woche herrschenden Iran-Krieges festsitzen, gibt es noch nicht. Seit Dienstag landeten aber mehrere Linienflüge mit Urlaubern und Urlauberinnen auf deutschen Flughäfen. Auch von der Bundesregierung organisierte Sonderflüge brachten Menschen zurück aus der Krisenregion.

Am Samstag landeten weitere 640 Gäste des Kreuzfahrtschiffes «Mein Schiff 4» am Flughafen Frankfurt/Main, wie ein Sprecher von Tui Cruises mitteilte. «Mittlerweile sind über 2.000 Gäste der «Mein Schiff 4» zurück in der Heimat.» Demnach sind rund 2.500 Menschen an Bord des Schiffes gewesen.

Früheren Angaben zufolge liegen von Tui Cruises die Kreuzfahrtschiffe «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» mit einer Kapazität für insgesamt gut 5.000 Reisende wegen des Iran-Krieges in der Region fest. Erste Rückflüge für die Passagiere von «Mein Schiff 5» seien beauftragt worden.

Der Deutsche Reiseverband sprach von mehreren tausend Urlaubern, die inzwischen ausgeflogen worden seien. Geplante Reisen in die betroffene Region seien wegen der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes von den Reiseveranstaltern abgesagt worden. «Wie lange diese Situation anhalten wird, lässt sich derzeit nicht seriös vorhersagen», teilte der Verband mit.

Der Flugverkehr in der Golfregion war auch am Samstag gestört. Da der katarische Luftraum weiterhin gesperrt sei, seien die Flüge von Qatar Airways ausgesetzt, teilte die Fluggesellschaft auf X mit. Man hoffe, am Sonntag unter anderem wieder nach Frankfurt fliegen zu können. Am Morgen hatte das katarische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass eine auf das Staatsgebiet gerichtete Rakete abgefangen worden sei.

Der Flugraum über Bahrain sei ebenfalls gesperrt, gab der internationale Flughafen des Landes auf X bekannt. Auch im Irak kündigte die Behörde für zivile Luftfahrt an, dass die Schliessung des Luftraums verlängert werde.

In Dubai wurde der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich eingestellt. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder, wie eine Drohne an dem Flughafen einschlägt und es zur Explosion kommt. Bald darauf teilten der Flughafen und die Fluggesellschaft Emirates aber mit, der Betrieb laufe teils wieder. Dubais Medienbüro berichtete von einem «kleinen Vorfall» durch herabfallende Trümmer, nannte dazu aber keinen Ort und keine Details.

Kommentare

User #2652 (nicht angemeldet)

ich will nicht wissen wie die privatjetfirmen von überall her aktuell abgehen mit ihren lear jets. wohl ein Zug (kanton) 2.0

User #5803 (nicht angemeldet)

Jetzt hab ich doch gemeint, Deutschland - und auch Italien - flögen mit ganzen Flotten in den Mittleren Osten, um die Gestrandeten - natürlich gratis - heim zu fliegen. Nur die Schweizer müssten sich für ihren Staat schämen. Ic h hab mich wohl getäuscht. Und die Grossmäuler - heutzutage nennt man sie ja News-Scout - auf Blick und 20min schämen sich nun sicher in Grund und Boden ob ihrem einfältigen Gelabber.

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