Staatliche Kommission soll Meron-Unglück in Israel untersuchen

    Keystone-SDA
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    Israel,

    45 Menschen starben während des jüdischen Feiertags Lag Baomer Ende April am Meron-Berg. Nun soll der Vorfall staatlich genauer untersucht werden.

    Lag Baomer
    Menschen während der Feier des jüdischen Feiertags Lag Baomer auf dem Berg Meron. - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Israels Regierung hat die Untersuchung des Vorfalls am Meron-Berg angeordnet.
    • Am jüdischen Feiertag Lag Baomer kamen 45 Männer am Wallfahrtsort ums Leben.
    • Über 100'000 Teilnehmer waren vor Ort.

    Israels neue Regierung hat die Einrichtung einer staatlichen Untersuchungskommission zu den Ursachen des schweren Unglücks in einem Wallfahrtsort im Norden des Landes beschlossen.

    45 strengreligiöse Männer und Jungen waren Ende April während eines Festes mit rund 100'000 Teilnehmern am Meron-Berg anlässlich des jüdischen Feiertags Lag Baomer im Gedränge zu Tode gekommen. Es war in den vergangenen Jahren mehrfach vor Gefahren für Gläubige an dem Ort gewarnt worden.

    Experten haben Budget von 1,5 Millionen Euro

    Mit der Untersuchung sollen laut der Entscheidung vom Sonntag fünf Experten beauftragt werden. Es wird ein Budget von umgerechnet 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

    Der neue israelische Ministerpräsident Naftali Bennett sagte: «45 Menschen haben bei dem schrecklichen Unglück ihr Leben verloren und es ist unsere Aufgabe, die Lehren zu ziehen und das nächste Unglück zu verhindern.»

    Jüdische Männer feiern auf einem Lag-Baomer-Fest in Jerusalem. Bei einem ähnlichen Fest in dem israelischen Ort Meron kam es zu einer Massenpanik mit Toten. Foto: Sebastian Scheiner/AP/dpa
    Jüdische Männer feiern auf einem Lag-Baomer-Fest in Jerusalem. Bei einem ähnlichen Fest in dem israelischen Ort Meron kam es zu einer Massenpanik mit Toten. Foto: Sebastian Scheiner/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Mehrere Minister der vorherigen Regierung waren kritisiert worden, weil sie sich vor dem Fest dafür eingesetzt hatten, möglichst viele Gläubige auf den Berg zu lassen. Auch der Polizei waren Fehler beim Management der Feiern vorgeworfen worden.

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