Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat den Zeitpunkt der Bahn-Streiks im Personenverkehr ab Montag kritisiert.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Lauterbach: Streik kommt zur Unzeit.

«Dieser Streik kommt zur Unzeit», sagte Lauterbach am Freitag der «Bild»-Zeitung. «Wir befinden uns am Beginn einer fulminanten vierten Welle, die vor allem unsere Kinder und deren Eltern gefährdet». Die Mitarbeiter der Bahn hätten jedes Recht zu streiken, jedoch wäre ein späterer Zeitpunkt aus epidemiologischer Sicht besser, sagte er weiter.

Lauterbach zeigte Verständnis für die Forderungen der Bahnmitarbeiter nach mehr Bezahlung und Personal. Er selbst habe oftmals miterlebt, wie sein eigener Vater für bessere Arbeitsbedingungen die Arbeit niedergelegt habe. «Ich muss mich von Herrn Weselsky also nicht über das Recht zu streiken belehren lassen», sagte Lauterbach mit Blick auf die öffentliche Kritik des Chefs der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) an seinen Warnungen vor einem erneuten Streik.

Lauterbach hatte bereits den ersten Streik kritisiert und vor einer erhöhten Gefahr einer Infektion gewarnt. Weselsky warf ihm daraufhin vor, die «Grundrechte der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner mit Füssen zu treten». Es sei wissenschaftlich belegt, dass es keinerlei erhöhtes Krankheitsrisiko für Fahrgäste und Personal gebe.

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