Sicherheit: Schiffsverkehr in ukrainische Häfen eingestellt

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Ukraine,

Ukrainische Häfen werden aufgrund russischer Angriffe vorerst nicht mehr von Schiffen angelaufen.

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Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelensky. - keystone

«Wir als Staat haben keine Einschränkungen gemacht, das ist eine Entscheidung der Schiffseigner», sagte Agrarminister Taras Wyssozkyj gemäss der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform. Noch am Vortag hätten «vier bis fünf Schiffe» in ukrainischen Häfen angelegt. Wyssozkyj machte demnach keine Angaben, ob das nur die Seehäfen betrifft oder auch der Schiffsverkehr zu den Donauhäfen eingestellt wurde.

Anfang Juli begannen die ukrainischen Drohnentruppen mit Angriffen auf Schiffe, die russisch kontrollierte Häfen im Schwarzen und vor allem im benachbarten Asowschen Meer ansteuerten. Damit sollte vor allem der Export von russischem Öl und die Versorgung der von Russland annektierten Halbinsel Krim auf dem Seeweg gestört werden. Dabei wurden ukrainischen Angaben nach fast 200 Tanker und Frachtschiffe beschädigt.

Im Gegenzug intensivierte das russische Militär seine Attacken auf ukrainische Hafenanlagen und Frachter, die diese anliefen. Moskau zufolge sind nur Schiffe mit für das Militär bestimmten Gütern angegriffen worden. Kiew sprach von Getreidetransporten. Von unabhängiger Seite sind die Angaben der Kriegsparteien nicht überprüfbar.

Angaben der ukrainischen Seehafenverwaltung nach wurden im ersten Halbjahr 2026 42,4 Millionen Tonnen Fracht über die Seehäfen umgeschlagen. 23,6 Millionen Tonnen seien dabei Agrarprodukte gewesen. Der Wert liege 20 Prozent über dem des Vorjahres. 2025 wurden Agrargüter für umgerechnet rund 20 Milliarden Euro exportiert. Das sind mehr als 50 Prozent des gesamten ukrainischen Warenexports.

Bereits zu Kriegsbeginn im Februar 2022 stand der Schiffsverkehr in die ukrainischen Seehäfen still. Einzig die Donauhäfen wurden noch von Frachtern angelaufen. Erst mit der Verdrängung der russischen Schwarzmeerflotte aus dem Westteil des Schwarzen Meeres und der Einrichtung eines Korridors für den Schiffsverkehr kam der Seehandel wieder in Gang.

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Kommentare

User #5549 (nicht angemeldet)

Aus Russland kein Dünger und Getreide, jetzt dann auch aus der Ukraine nur noch eingeschränkt ( bis gar nicht mehr ). Ja, dass wird teuer für uns alle. Ist es das Wert?

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