Touri-Frust: «Da Benzin zu teuer ist, fahren wir nicht nach Italien»
Die Spritkosten sind derzeit hoch. Reisende bekommen dies in der Ferienzeit besonders zu spüren. Nau.ch hat bei Ferien-Gängern nachgefragt.
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Das Wichtigste in Kürze
- Aufgrund des Nahost-Konflikts sind die Preise für Benzin und Diesel aktuell hoch.
- Gerade während der Sommerferienzeit spüren Reisende die höheren Preise.
- Touristen auf dem Weg durch den Gotthard erzählen, wie sie damit umgehen.
Tanken ist derzeit in vielen Ländern teuer. Auch in der Schweiz muss an der Zapfsäule tief in die Tasche gegriffen werden.
Der Durchschnittspreis für einen Liter Bleifrei 95 liegt gemäss dem TCS am Montag bei 1,92 Franken.
Eine Woche zuvor war ein Liter noch fünf Rappen günstiger. Diesel kostete Anfang Woche im Schnitt 2,10 Franken pro Liter.
Der Grund für die hohen Kosten ist vor allem die neue Eskalation im Nahen Osten. Gleichzeitig bleiben weitere Kostentreiber wie der tiefe Rheinpegel bestehen.
«Kasse wird schmäler»
Die höheren Preise bekommen auch Ferien-Gänger zu spüren.
Rolf (65) aus Deutschland, den Nau.ch auf einem Autobahn-Parkplatz vor dem Gotthard trifft, gibt zu: «Die Kasse für den Urlaub wird ein bisschen schmäler.» Nicht in die Ferien zu fahren, kommt für ihn aber nicht in Frage.
Auch die Französin Anna (47) bestätigt, dass sie die Preiserhöhungen spürt. Aber: «Die Ferien bleiben für uns heilig», sagt die Mutter einer neunjährigen Tochter. Sparen werden sie dafür eher bei den Restaurants.
Bei Abdulrahman (16) aus Deutschland änderten sich aufgrund der hohen Spritkosten die Ferienpläne. Er wollte mit seiner Familie eigentlich viel weiter fahren. Die gestiegenen Preise merke «man deutlich», sagt er. 2,11 Euro zahlte seine Familie pro Liter.
«Wir wollten eigentlich nach Italien fahren, aber weil das Benzin zu teuer geworden ist, fahren wir in die Schweiz.» Und von hier aus nicht mehr weiter. Und: «Wir wollten eigentlich auch noch nach Spanien. Aber das haben wir ganz gestrichen.»
Hugh (36) aus England ist mit einem Van quer durch Europa gefahren. Er geht davon aus, dass seine monatlichen Benzin-Ausgaben von 700 auf 1200 Franken steigen. Er spricht von einem «deutlichen Unterschied» der Kosten für die tägliche Arbeit.
Sein Tipp: Er fuhr durch halb Europa und tankte stets an den günstigen Orten, beispielsweise in Ungarn.













