Sergej Lawrow will Russlands Feinde in den USA bestrafen

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    Russland,

    Sergej Lawrow spricht in einer Rede an der Universität in Moskau von Bestrafungen an die Verantwortlichen der «Russophobie».

    Sergej Lawrow, Aussenminister von Russland, hört Adel al-Jubeir (l), Aussenminister von Saudi-Arabien, bei einem Treffen in der russischen Hauptstadt zu
    Sergej Lawrow, Aussenminister von Russland, hört Adel al-Jubeir (l), Aussenminister von Saudi-Arabien, bei einem Treffen in der russischen Hauptstadt zu - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lawrow spricht von Angriffe auf Verantwortliche der «Russophobie».
    • Russland ist zu einer raschen Verbesserung der Beziehung zu den USA bereit.

    Sergej Lawrow will als Vergeltung für US-Sanktionen will der russische Aussenminister Sergej Lawrow vermeintliche Gegner Russlands in Amerika bestrafen. Moskau werde nicht Gleiches mit Gleichem vergelten, sagte Lawrow heute Montag vor Studenten. Eine spiegelbildliche Reaktion sei nicht immer sinnvoll. Moskau werde genau die Personen treffen, «die am Schwungrad der Russophobie drehen». Russland-Feindlichkeit brauche «weder Amerika noch Europa, noch Moskau oder sonst jemand in der Welt».

    Die USA hatten zuletzt Finanz- und Handelssanktionen verhängt wegen des Giftanschlags auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Grossbritannien. London und Washington machen Moskau verantwortlich, Russland weist dies zurück. Daneben ist eine Vielzahl anderer Strafmassnahmen in Kraft.

    Diplomatie zwischen Kompromiss und Kritik

    Lawrow hielt wie jedes Jahr zu Beginn des akademischen Jahres eine Grundsatzrede an der Moskauer Universität MGIMO, an der Russland seinen Diplomatennachwuchs ausbildet. Russland sei zu einer raschen Verbesserung der Beziehungen zu den USA bereit, wenn auch Washington dies wolle, sagte der Minister der Agentur Interfax zufolge.

    Zugleich warf er den USA vor, im Konflikt in der Ostukraine voreingenommen zu sein und den «Launen der ukrainischen Führung» nachzugeben. Die Regierung in Kiew kämpft im Osten des Landes seit mehr als vier Jahren gegen Separatisten, die von Russland militärisch unterstützt werden.

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