Die ostukrainischen Separatisten erheben schwere Vorwürfe gegen die Regierung. Deren Truppen soll einen Beobachtungsposten angegriffen haben.
ukraine
Ukrainische Soldaten fahren Schützenpanzer nahe der Küste des Asowschen Meers. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Ukraine seien fünf Kämpfder der Separatisten gestorben.
  • Dies bei einem Überfall von Regierungstruppen auf einen ihrer Beaobachtungsposten.

Die ostukrainischen Separatisten haben den Regierungstruppen einen Überfall auf einen ihrer Beobachtungsposten vorgeworfen. Dabei seien fünf Kämpfer bei Holubiwske im Luhansker Gebiet getötet worden, teilten die Separatisten am Freitag mit. Sie verbanden den angeblichen Vorfall mit einem Besuch von Präsident Wolodymyr Selenskyj im Frontgebiet am Mittwoch.

In dem seit 2014 währenden Konflikt um das Industrierevier Donbass kämpfen Regierungstruppen gegen moskautreue Aufständische. UN-Schätzungen zufolge sind seitdem mehr als 13'000 Menschen getötet worden. Ein 2015 vereinbarter Friedensplan liegt auf Eis.

Militär spricht von einem Toten

Die Armee sprach in ihrem Lagebericht am Abend von einem Toten durch Beschuss mit Granatwerfern im Donezker Gebiet. Unabhängige Bestätigungen für die Berichte lagen zunächst nicht vor.

Selenskyj hatte nach seinem Besuch noch betont: «Das Militär hebt den Rückgang der Zahl an Schüssen hervor – sie verringerte sich in den vergangenen sieben bis zehn Tagen.» Seit Jahresbeginn wurden trotz geltender Waffenstillstandsvereinbarung auf beiden Seiten rund 90 Menschen getötet, darunter auch Zivilisten.

Mehr zum Thema:

Regierung Schweizer Armee